Die Porsche AG steht am 11. März vor einem Scheideweg. Erstmals präsentiert das neue Führungsduo die Jahreszahlen – in einer Phase, in der die Aktie auf einem Mehrjahrestief notiert und Analysten die Gewinnerwartungen drastisch gesenkt haben. Was CEO Michael Leiters und CFO Jochen Breckner an diesem Tag liefern, könnte die Richtung für die kommenden Jahre vorgeben.
Die Ausgangslage ist herausfordernd: Die globalen Auslieferungen brachen 2025 um 10 Prozent auf 279.449 Fahrzeuge ein. Besonders schmerzhaft verlief die Entwicklung in China, wo die Verkäufe um 26 Prozent einbrachen. Als Reaktion streicht Porsche sein Händlernetz im Reich der Mitte zusammen – bis Ende 2026 sollen nur noch rund 80 autorisierte Verkaufsstellen übrig bleiben. Der Rückzug wird als strategische Neuausrichtung unter dem Motto „Value over Volume“ kommuniziert, dahinter steht aber auch der verschärfte Wettbewerb durch lokale Premiummarken.
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Zahlen unter Druck
Die Analystenschätzungen für das vierte Quartal 2025 zeichnen ein düsteres Bild: Der Gewinn je Aktie wird im Durchschnitt bei nur noch 0,38 Euro erwartet – mehr als halbiert gegenüber 0,91 Euro im Vorjahr. Beim Umsatz rechnet der Konsens mit 9,97 Milliarden Euro, nach 11,52 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Hinzu kommt eine operative Belastung von 1,8 Milliarden Euro durch die Neuausrichtung der Elektrostrategie.
Stabilität kam zuletzt vor allem aus Nordamerika. Mit rund 86.200 Auslieferungen blieb die Region der wichtigste Einzelmarkt. Der Macan erwies sich mit über 84.000 Auslieferungen erneut als Volumenbringer. Die Elektrifizierungsquote lag 2025 bei 34,4 Prozent, allerdings rücken Verbrenner und Hybride angesichts der schwächelnden EV-Nachfrage wieder stärker in den Fokus.
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Analysten sehen Gegenwind bis 2027
Goldman Sachs reduzierte das Kursziel von 46 auf 40 Euro und stufte die Aktie mit „Neutral“ ein. Analyst Christian Frenes erwartet schwierige Jahre 2026 und 2027, Entspannung könnte seiner Einschätzung nach erst eine neue Modelloffensive im Jahr 2028 bringen. Auch UBS kürzte das Ziel auf 42 Euro. Etwas optimistischer zeigt sich Kepler Cheuvreux: Das Analysehaus verweist auf eine mögliche „positive Cash-Conversion“ für 2026 und deutet an, dass der Tiefpunkt des Ertragszyklus durchschritten sein könnte.
Die Erwartungen an die Jahrespressekonferenz sind hoch. Investoren warten auf eine überzeugende Prognose für 2026 und einen strategischen Fahrplan, der die Herausforderungen bei Absatz, China und Elektrifizierung adressiert. Für Leiters, der Anfang Januar von McLaren kam und zuvor acht Jahre bei Ferrari arbeitete, ist es der erste große Auftritt in neuer Rolle. CFO Jochen Breckner, seit Februar 2025 an Bord, steht ebenfalls vor seiner Feuertaufe. Am 11. März ab 8 Uhr CEST werden sie Antworten liefern müssen.
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