Porsche AG Aktie: Gefahr einer Stagnation?

Der Sportwagenbauer konzentriert sich aufs Kerngeschäft, streicht Randprojekte und reduziert die Führungsebene um ein Mitglied.

Porsche AG Aktie
Kurz & knapp:
  • Rückbesinnung auf den Sportwagenbau
  • Vorstand schrumpft auf sieben Mitglieder
  • Auslieferungen im ersten Quartal gesunken
  • Aktie notiert über 50-Tage-Linie

Sinkende Verkaufszahlen und ein schrumpfender Gewinn zwingen Porsche zum Handeln. Der Sportwagenhersteller zieht die Reißleine bei Randprojekten und verkleinert die Führungsebene. Über 500 Arbeitsplätze fallen der neuen Fokussierung auf das Kerngeschäft zum Opfer.

Die Einschnitte treffen vor allem drei Tochtergesellschaften. Der Konzern stellt die Aktivitäten der Cellforce Group, der Cetitec GmbH sowie der Porsche eBike Performance GmbH ein. Allein bei der E-Bike-Sparte an den Standorten Ottobrunn und Zagreb verlieren rund 360 Beschäftigte ihren Job. CEO Michael Leiters begründet den harten Schritt mit der zwingenden Rückbesinnung auf den Bau von Sportwagen.

Weniger Vorstände, mehr Effizienz

Parallel dazu baut Leiters die Chefetage um. Der Vorstand schrumpft von acht auf sieben Mitglieder. Das bisher eigenständige Ressort Car-IT wandert zum 1. Juli in die Forschungs- und Entwicklungsabteilung unter der Leitung von Michael Steiner. Der bisherige IT-Vorstand Sajjad Khan scheidet aus dem Führungsgremium aus und wechselt in ein Software-Partnerschaftsmodell. Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche stützt den Kurs und verweist auf die notwendige Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen.

Diese Umstrukturierung folgt auf ein schwaches Auftaktquartal. Die weltweiten Auslieferungen fielen in den ersten drei Monaten um 15 Prozent auf knapp 61.000 Fahrzeuge. Das operative Ergebnis sackte auf 595 Millionen Euro ab. Auslöser für den Rückgang waren das Produktionsende der Verbrenner-Modelle der 718er-Reihe sowie wegfallende Steueranreize in den USA. Einzig der Klassiker 911 trotzte dem Trend mit deutlich steigender Nachfrage.

Aktie im Minus, Strategie-Update im Herbst

An der Börse verpuffte die Restrukturierungsnachricht weitgehend. Zwar legte die Vorzugsaktie am Freitag leicht auf 42,46 Euro zu. Seit Jahresbeginn steht für die Papiere allerdings ein Minus von gut zehn Prozent auf der Anzeigetafel. Damit notiert der Kurs immerhin wieder über der 50-Tage-Linie.

Der nächste Pflichttermin für das Management folgt im Juni. Auf der Hauptversammlung steht ein Deckungsvergleich zur Dieselthematik zur Abstimmung. Im Herbst muss Leiters dann auf einem Capital Markets Day liefern. Dort plant der Vorstand, die aktualisierte Konzernstrategie vorzustellen und den Weg zu niedrigeren Kosten detailliert aufzuzeigen.

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