Während der Sportwagenbauer operativ mit massiven Einbrüchen kämpft, sendet die Deutsche Bank ein klares Signal der Zuversicht. Nach einer Präsentation der neuen Führungsspitze bestätigen die Analysten ihre positive Haltung für den Autobauer. Dieser Rückhalt kommt zu einem kritischen Zeitpunkt, denn an der Börse spiegelt sich die angespannte fundamentale Lage ungeschönt wider.

Diskrepanz zwischen Kurs und Kursziel

Analyst Tim Rokossa belässt seine Einstufung auf „Buy“ und ruft ein Kursziel von 45 Euro auf. Er begründet diesen Schritt mit den klaren Diagnose- und Verbesserungsmaßnahmen, die der neue Vorstandschef auf einer aktuellen Roadshow skizzierte. An der Börse zeichnet sich allerdings ein völlig anderes Bild ab. Das Wertpapier markierte genau heute ein neues 52-Wochen-Tief bei 36,67 Euro und hat damit seit Jahresbeginn bereits über 22 Prozent an Wert verloren. Die Experten der Deutschen Bank leiten aus diesem gedrückten Niveau ein signifikantes Aufwärtspotenzial ab.

China-Geschäft belastet die Bilanzen

Verantwortlich für die anhaltende Talfahrt der Papiere sind die schwachen Geschäftszahlen des vergangenen Jahres. Das operative Ergebnis brach 2025 massiv auf 413 Millionen Euro ein. Hauptproblemkind bleibt der chinesische Markt. Mit knapp 42.000 ausgelieferten Fahrzeugen verzeichnete das Unternehmen dort einen Rückgang von rund 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Es ist bereits das vierte Jahr in Folge, in dem die Absatzzahlen in dieser für die Luxusbranche wichtigen Region schrumpfen. Erschwerend kamen Sonderaufwendungen und US-Importzölle hinzu.

Die Strategie des Vorstands zielt nun darauf ab, die Kostenstruktur an diese veränderten Marktbedingungen anzupassen und die operative Effizienz zu steigern. Die ersten messbaren Resultate dieses Umbaus stehen bereits im Kalender: Am 28. April 2026 präsentiert der Konzern die Ergebnisse für das erste Quartal und liefert damit frische Daten zur aktuellen Geschäftsentwicklung.