Neuer CEO, neue Richtung — und ein Ergebnis, das den Ausmaß des Umbaus schonungslos offenlegt. Michael Leiters hat rund 70 Tage nach seinem Amtsantritt die ersten Konturen seiner Strategie bis 2035 präsentiert. Das Bild, das sich dabei zeigt, ist eindeutig: Porsche bricht mit zentralen Leitlinien der vergangenen Jahre.
Einbruch mit Ansage
Das operative Ergebnis 2025 schrumpfte von 5,64 Milliarden Euro auf 413 Millionen Euro — ein Rückgang, der vor allem auf außerordentliche Aufwendungen von rund 3,9 Milliarden Euro zurückgeht. Allein 2,4 Milliarden Euro entfielen auf die Neuausrichtung der Produktstrategie, weitere 700 Millionen Euro auf batterietechnologische Aktivitäten. Hinzu kamen US-spezifische Belastungen in gleicher Höhe.
Besonders schmerzhaft: In China brachen die Auslieferungen um 26 Prozent auf 42.000 Einheiten ein. Als Reaktion plant Leiters, das Händlernetz dort bis Ende 2026 von 150 auf 80 Standorte zu halbieren. Qualität statt Volumen — das ist das erklärte Prinzip des neuen Managements.
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Auch die Dividende spiegelt das schwierige Jahr wider. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen 1,00 Euro je Stammaktie vor — deutlich weniger als zuvor, aber noch über der ursprünglichen Guideline von 50 Prozent des Nettogewinns.
Strategischer Kurswechsel beim Antrieb
Leiters vollzieht beim Antriebsmix eine klare Kehrtwende: Die ursprünglich geplante rein elektrische Plattform für das kommende Jahrzehnt wurde aufgegeben. Verbrenner und Hybride erhalten längere Laufzeiten. Gleichzeitig prüft das Management eine Expansion in noch exklusivere Segmente — ein Hypercar oder ein Ultra-Luxus-SUV oberhalb des Cayenne stehen als mögliche Optionen im Raum.
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Leiters selbst bringt dafür einschlägige Erfahrung mit: Vor seiner Zeit bei McLaren Automotive war er über acht Jahre CTO bei Ferrari — und davor mehr als 13 Jahre bei Porsche selbst tätig.
Prognose 2026 und der nächste Prüfstein
Für 2026 erwartet Porsche eine operative Konzernumsatzrendite zwischen 5,5 und 7,5 Prozent bei Umsatzerlösen von rund 35 bis 36 Milliarden Euro. Das signalisiert eine Erholung gegenüber dem Ausnahmejahr 2025 — von der früheren Spitzenprofitabilität ist das Unternehmen damit jedoch noch weit entfernt. Geopolitische Unsicherheiten und der anhaltende Preisdruck bei Elektrofahrzeugen in China bleiben als Belastungsfaktoren bestehen.
Die Aktie notiert aktuell bei 37,72 Euro und damit rund 13 Prozent unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts — ein Niveau, das die anhaltende Skepsis des Markts gegenüber dem Transformationskurs widerspiegelt. Am 29. April legt Porsche die Quartalsmitteilung für Q1 2026 vor. Dann wird erstmals sichtbar, ob der operative Neustart unter Leiters auch in den Zahlen ankommt.
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