Mitten im härtesten Umbau seit Jahren holt Porsche einen neuen Kommunikationschef an Bord. Florian Laudan, zuletzt Senior Vice President bei ZF Friedrichshafen, übernimmt ab heute die Leitung für Öffentlichkeitsarbeit, Presse, Nachhaltigkeit und Politik — und tritt damit in eine Rolle, die gerade alles andere als komfortabel ist.
CEO Michael Leiters begründete die Wahl mit dem laufenden Transformationsprozess: Laudan solle Porsche „kommunikativ sicher durch den aktuellen Wandel steuern“. Der 53-Jährige bringt Erfahrung aus Führungspositionen bei Mercedes-Benz Bank und Daimler Truck mit.
Zahlen, die Erklärungsbedarf erzeugen
Die Aufgabe des neuen Kommunikationschefs ist klar umrissen — und sie ist nicht leicht. Der Konzernumsatz 2025 lag bei 36,3 Milliarden Euro, die operative Marge jedoch bei mageren 1,1 Prozent. Sonderlasten von rund 3,9 Milliarden Euro — verursacht durch Restrukturierung, Batterietechnologie-Investitionen und US-Zölle — haben das Ergebnis tief ins Minus gedrückt.
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Besonders die Zollpolitik der US-Regierung trifft Porsche strukturell: Anders als BMW oder Mercedes produziert der Stuttgarter Sportwagenbauer ausschließlich in Europa. Die 25-Prozent-Einfuhrzölle kosteten allein 2025 rund 700 Millionen Euro — ohne schnelle Ausweichoption.
In China läuft es nicht besser. Nach einem Auslieferungsrückgang von 26 Prozent auf 42.000 Einheiten halbiert Porsche das dortige Händlernetz bis Ende 2026 von 150 auf 80 Standorte. Die neue Strategie lautet „Value over Volume“: Preisdisziplin und Exklusivität statt Volumenwachstum.
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Ausblick: Erholung eingeplant, Risiken bleiben
Für 2026 peilt Porsche eine operative Umsatzrendite von 5,5 bis 7,5 Prozent an — bei einem Umsatz von 35 bis 36 Milliarden Euro. Der Weg dahin führt über weiteren Stellenabbau in der Managementstruktur, der im laufenden Jahr noch einmal Einmaleffekte in hoher dreistelliger Millionenhöhe verursacht.
Erste Zahlen zur Entwicklung liefert der Quartalsbericht zum 29. April. Im dritten Quartal folgt ein Kapitalmarkttag, auf dem das Management konkrete Maßnahmen zu Kosten und Produktentwicklung vorstellen will. Die Aktie notiert mit einem Minus von rund 16 Prozent seit Jahresbeginn deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt — die Erholungserwartungen für 2026 sind also bereits eingepreist, die Lieferpflicht bleibt.
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