In fünf Tagen legt Porsche die Jahresbilanz vor – und CEO Michael Leiters sowie CFO Jochen Breckner stehen bereits unter massivem Druck. Der neue Chef übernahm erst am 1. Januar 2026, sein Finanzvorstand kam im Februar 2025. Nun müssen beide erklären, wie sie mit einem Absatzminus von zehn Prozent, einem China-Einbruch von 26 Prozent und einer milliardenschweren Elektro-Altlast umgehen wollen. Die Aktie notiert nahe dem Jahrestief.
China-Rückzug als strategische Zäsur
279.449 Fahrzeuge lieferte Porsche 2025 aus – zehn Prozent weniger als im Vorjahr. Besonders schmerzhaft: In China, jahrelang der wichtigste Wachstumsmarkt, brachen die Verkäufe um ein Viertel ein. Lokale Premiummarken machen dem Stuttgarter Autobauer das Leben schwer, gleichzeitig kaufen chinesische Kunden im Luxussegment deutlich zurückhaltender.
Die Reaktion fällt drastisch aus: Bis Ende 2026 schrumpft das Händlernetz in China auf nur noch 80 autorisierte Verkaufsstellen. Das Management setzt auf „Value over Volume“ – ein euphemistischer Begriff für den Rückzug aus der Fläche. Was früher als Wachstumsmotor diente, wird nun zur Belastung.
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1,8 Milliarden Euro für gescheiterte E-Strategie
Eine operative Belastung von 1,8 Milliarden Euro aus der korrigierten Elektrostrategie lastet schwer auf den Finanzen. Die Nachfrage nach reinen Elektrofahrzeugen blieb hinter den Erwartungen zurück. Nun rücken Verbrenner und Hybride wieder in den Fokus – sie versprechen stabilere Margen. Laut Berichten erwägt Porsche sogar, seine Elektro-Sportwagenlinie auf Eis zu legen.
Das Unternehmen trägt damit die Kosten für zwei parallele Welten: Die Verbrennerproduktion läuft weiter, während die verzögerte Elektroexpansion Kapital bindet. Die einst erhöhte Luxusprämie in der Bewertung ist erodiert – das Kurs-Gewinn-Verhältnis nähert sich mittlerweile dem von Volumenherstellern wie BMW und Mercedes-Benz an.
Analysten sehen schwierige Jahre voraus
Goldman Sachs senkte das Kursziel von 46 auf 40 Euro und bestätigte das Rating „Neutral“. Analyst Christian Frenes erwartet schwierige Jahre 2026 und 2027. Eine mögliche Modelloffensive könnte erst 2028 Erleichterung bringen. UBS folgte mit einer Kürzung auf 42 Euro. Der Konsens ist eindeutig: Kurzfristige Katalysatoren fehlen.
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Für das abgelaufene Quartal prognostizieren Analysten einen Gewinn je Aktie von lediglich 0,38 Euro – im Vorjahreszeitraum waren es noch 0,91 Euro. Der Umsatz dürfte von 11,52 Milliarden auf 9,97 Milliarden Euro fallen.
Jahrestief in Reichweite
Die Porsche-Aktie steht aktuell nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 39,21 Euro. Seit dem Jahreshoch von 57,48 Euro hat das Papier mehr als ein Viertel seines Wertes verloren. Kepler Cheuvreux gehört zu den wenigen vorsichtig optimistischen Stimmen: Das Analysehaus verweist auf eine potenzielle „positive Cash-Conversion“ im Geschäftsjahr 2026 und deutet an, dass der Tiefpunkt des Gewinnzyklus möglicherweise bereits durchschritten ist.
Am 11. März 2026 wird sich zeigen, ob Leiters und Breckner eine glaubwürdige Strategie präsentieren können. Konkrete Aussagen zur Dividendenpolitik und zur strategischen Neuausrichtung im Elektrosegment dürften dabei im Mittelpunkt des Interesses stehen.
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