Von 14 Prozent operativer Marge auf 0,3 Prozent — innerhalb eines einzigen Jahres. Was Porsche auf seiner Jahrespressekonferenz am 11. März präsentierte, markiert das Ende einer Ära: Der einst profitabelste Automobilhersteller der Welt hat sein wichtigstes Alleinstellungsmerkmal vorerst verloren.
Milliardenschwere Sonderlasten drücken Ergebnis
Der operative Konzerngewinn brach 2025 um 93 Prozent auf 413 Millionen Euro ein — nach 5,64 Milliarden Euro im Vorjahr. Verantwortlich dafür waren neben einem Umsatzrückgang von 9,5 Prozent außerordentliche Aufwendungen von insgesamt 3,9 Milliarden Euro. Sie setzen sich aus drei Blöcken zusammen: rund 2,4 Milliarden Euro für eine strategische Produktneuausrichtung, etwa 700 Millionen Euro für Wertminderungen auf batteriebedingte Aktivitäten sowie weitere 700 Millionen Euro durch US-Zollkosten.
Der teuerste Posten ist zugleich der symbolträchtigste: Porsche hatte jahrelang eine neue vollelektrische Fahrzeugplattform entwickelt — und begrub diesen Plan nun wieder. Das Unternehmen schwenkt zurück zu Verbrennungsmotoren und Plug-in-Hybriden. Eine Kehrtwende, die das Bekenntnis zur Elektromobilität erheblich relativiert.
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China bricht weg, Dividende folgt
Parallel zum strategischen Kurswechsel brachen die Absatzzahlen ein. Die weltweiten Auslieferungen sanken um 10 Prozent auf knapp 280.000 Fahrzeuge. Besonders schmerzhaft: In China, lange Porsches wichtigstem Wachstumsmarkt, gingen die Verkäufe um 26 Prozent zurück. Heimische Hersteller überbieten europäische Premiummarken dort inzwischen sowohl technologisch als auch preislich. Als Reaktion plant das Management, das chinesische Händlernetz bis Ende 2026 auf rund 80 Standorte zu reduzieren.
Als direkte Konsequenz des Gewinneinbruchs kürzte der Vorstand die Dividende um 56 Prozent auf 1,01 Euro je Vorzugsaktie — ein Vorschlag, der den Gewinn je Aktie von 0,48 Euro sogar noch übersteigt.
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Neuer Chef, verhaltener Ausblick
Seit dem 1. Januar 2026 steht Michael Leiters an der Spitze des Unternehmens. Er übernimmt mitten in einem umfassenden Umbau. Für das laufende Jahr peilt Porsche eine operative Marge zwischen 5,5 und 7,5 Prozent an — was den Analystenkonsens von rund 8 Prozent verfehlt. Der Umsatz soll sich auf 35 bis 36 Milliarden Euro belaufen, bei anhaltend herausfordernden Marktbedingungen und weiteren Einmaleffekten im hohen dreistelligen Millionenbereich.
Erholung erhofft sich das Management vor allem durch die Preisgestaltung beim vollelektrischen Cayenne sowie neue Varianten der 911-Baureihe. Auch eine Plattformzusammenführung von Panamera und Taycan steht im Raum, die Teilegleichheit und erhebliche Kosteneinsparungen ermöglichen würde. An der Börse spiegelt sich die Lage wider: Die Aktie notiert auf einem 52-Wochen-Tief und hat in den vergangenen zwölf Monaten rund 31 Prozent an Wert verloren. Der nächste Gradmesser für Leiters‘ Restrukturierungskurs sind die Q1-Zahlen am 29. April 2026.
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