Die Zahlen sind eindeutig: Porsche hat 2025 nur noch 279.449 Fahrzeuge ausgeliefert – ein Minus von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit setzt sich der Abwärtstrend fort, der bereits 2024 mit einem Rückgang von drei Prozent begann. Der Sportwagenbauer erreicht damit den niedrigsten Stand seit dem Corona-Jahr 2020. Verantwortlich für diese Entwicklung ist vor allem ein Markt: China.
Vierter Rückgang in Folge
In der Volksrepublik brachen die Verkäufe um 26 Prozent auf nur noch 41.938 Einheiten ein. Es ist der vierte Rückgang in Folge. Der Kontrast zur Vergangenheit könnte kaum deutlicher sein: 2021 hatte Porsche noch fast 95.700 Fahrzeuge in China verkauft – mehr als doppelt so viele wie heute. Fast die Hälfte des weltweiten Absatzrückgangs geht auf die Schwäche im Reich der Mitte zurück.
Der frühere Porsche-Chef Oliver Blume hatte den Markt für Luxusprodukte in China als „förmlich zusammengebrochen“ bezeichnet. Die wohlhabenden Chinesen halten ihr Geld zusammen, die Immobilienkrise hinterlässt tiefe Spuren. Hinzu kommt ein brutaler Wettbewerb, besonders bei E-Modellen, wo chinesische Hersteller mit aggressiven Preisen punkten.
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Europa und Deutschland schwächeln
Doch China ist nicht das einzige Sorgenkind. In Deutschland sanken die Auslieferungen um 16 Prozent, im restlichen Europa um 13 Prozent. Auch in den Übersee- und Wachstumsmärkten wie Afrika, Lateinamerika und Japan verzeichnete Porsche leichte Verluste. Einzig Nordamerika blieb mit 86.229 Fahrzeugen stabil auf Vorjahresniveau.
Macan und 911 als Lichtblicke
Kann der Produktmix die Verluste ausgleichen? Der Kompakt-SUV Macan wurde zum bestverkauften Modell mit 84.300 ausgelieferten Einheiten – ein Plus von zwei Prozent. Mehr als die Hälfte davon entfiel auf die vollelektrische Variante. Der Sportwagenklassiker 911 erreichte mit 51.583 Fahrzeugen sogar einen Auslieferungsrekord.
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Bei allen anderen Modellen ging es bergab. Besonders der Cayenne, bislang das verkaufsstärkste Modell, brach um 21 Prozent ein. Auch die Modelle 718, Panamera und der vollelektrische Taycan verzeichneten Rückgänge. Immerhin stieg der Elektroanteil: 22,2 Prozent der verkauften Fahrzeuge waren reine Stromer.
Realistische Planung für 2026
Vertriebsvorstand Matthias Becker zeigte sich zurückhaltend für das laufende Jahr. Der Produktionsauslauf von 718 und Verbrenner-Macan führe zu einer „realistischen“ Volumenplanung. Die Modelle fallen Cybersicherheitsregeln zum Opfer, direkte Nachfolger gibt es nicht. Ein E-Modell von Cayman und Boxster verzögert sich, auf einen neuen Verbrenner-Macan dürften Fans noch länger warten.
Porsche hatte 2025 seine Strategie angepasst und angekündigt, wieder stärker auf Verbrenner zu setzen – eine Kehrtwende gegenüber früheren Plänen. Die Schwaben fokussieren sich nun auf „Wert statt Volumen“. Angesichts der aktuellen Lage dürfte spannend werden, ob diese Strategie den Abwärtstrend stoppen kann.
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