Am gestrigen Freitag verzeichnete die Aktie von PowerBank einen deutlichen Kursrutsch von 15 Prozent auf 0,2080 Euro. Das Papier markierte damit zeitgleich ein neues 52-Wochen-Tief. Hinter der anhaltenden Schwäche stehen gravierende Belastungen aus dem jüngst vorgelegten Geschäftsbericht sowie ein deutlicher Umsatzrückgang im abgelaufenen Geschäftsjahr 2026.

Liquidität reicht keine zwölf Monate

Im offiziellen Jahresbericht für das Geschäftsjahr 2026 teilte die PowerBank Corporation mit, dass die vorhandene Liquidität zusammen mit den prognostizierten operativen Cashflows nicht ausreicht. Die Mittel genügen nicht, um den laufenden Geschäftsbetrieb und die finanziellen Verpflichtungen für die kommenden zwölf Monate abzusichern. Das Unternehmen stellte klar, dass eine zusätzliche Finanzierung zwingend erforderlich ist.

Parallel dazu beendete das Unternehmen am Mittwoch sein im Februar 2026 aufgelegtes Programm für Aktienemissionen am Markt. Damit fällt ein bisher genutzter Weg zur Beschaffung von Eigenkapital weg, während der Kapitalbedarf weiter drängt.

Umsatzrückgang im Geschäftsjahr 2026

Auch die operativen Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2026 spiegeln die schwierige Lage wider. Der Jahresumsatz brach um 34 Prozent auf 27,41 Millionen C$ ein, nachdem im Geschäftsjahr 2025 noch 41,53 Millionen C$ erzielt worden waren. Für das Geschäftsjahr 2027 stellt PowerBank zwar wieder ein Umsatzwachstum in Aussicht, konkrete Zusagen für die Schließung der Finanzierungslücke stehen jedoch aus.

Einige operative Lichtblicke konnten den Abwärtstrend nicht aufhalten. Der Nettoverlust verringerte sich im Geschäftsjahr 2026 auf 24,30 Millionen C$, nach einem Fehlbetrag von 31,12 Millionen C$ im Vorjahr.

Zugleich stieg die Bruttomarge von 25,3 Prozent auf 34,7 Prozent. Zudem meldete das Unternehmen Erlöse von 9,8 Millionen C$ aus dem Portfolio als unabhängiger Stromerzeuger und nahm im Berichtszeitraum fünf Projekte in den kommerziellen Betrieb.

Verschärfter Druck an der Börse

Die strukturellen Probleme schlagen voll auf den Börsenwert durch. Seit dem Jahresanfang summieren sich die Kursverluste der PowerBank-Aktie bereits auf 87 Prozent.

Die regulatorische Lage bleibt ebenfalls angespannt. Zwar gewährte die US-Börse Nasdaq dem Unternehmen eine zusätzliche Frist von 180 Tagen bis zum 28. März 2027, um die Anforderungen an den Mindestkurs wieder zu erfüllen, und vollzog am Donnerstag den Wechsel in das Segment Nasdaq Capital Market. Ohne eine verbindliche Lösung für den akuten Liquiditätsbedarf bleibt die Unsicherheit für Anleger jedoch unmittelbar bestehen.