Die Aktie von Powermax Minerals steckt im freien Fall: Seit Januar hat sie rund 85 Prozent verloren. Am Dienstag gab sie weitere 4,5 Prozent auf 0,17 Euro nach.

Das Unternehmen nähert sich damit seinem 52-Wochen-Tief. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 0,20 Euro, der 100-Tage-Schnitt bei 0,29 Euro. Die Marktkapitalisierung beträgt rund 8,6 Millionen US-Dollar.

Partnerschaft zwischen Ontario und London

Am Montag unterzeichneten Ontarios Energieminister Stephen Lecce und der britische Industrieminister Chris McDonald ein Abkommen zur Zusammenarbeit bei kritischen Mineralien. Ziel ist der Aufbau transatlantischer Lieferketten für Nickel, Lithium, Kobalt und Seltene Erden.

Hintergrund: Rund 60 Prozent der weltweiten Rohstoffproduktion und 90 Prozent der Raffineriekapazitäten liegen in chinesischer Hand. Die neue Kooperation soll die Abhängigkeit reduzieren. Für Explorationsfirmen wie Powermax Minerals unterstreicht die politische Initiative die strategische Bedeutung kanadischer Projekte.

Hopkins-Projekt im Fokus

Powermax verfeinert derzeit seine Explorationsstrategie beim Hopkins-REE-Projekt in Ontario. Eine Desktop-Studie vom 11. Juni identifizierte mehrere vielversprechende Zielgebiete für Seltene Erden. Das Unternehmen teilte die Flächen in zwei Blöcke auf: Block A mit 5.479 Hektar, Block B mit 666 Hektar. Höchste Priorität hat der Bereich „Area A1“ erhalten.

Die Ergebnisse bauen auf geophysikalischen Arbeiten vom Januar auf. Damals nutzte Powermax Hubschrauber-gestützte Vermessungen, um mögliche Mineralisierungszonen auf dem Atikokan-Grundstück zu identifizieren.

Was fehlt: eine formelle Ressourcenschätzung für das Hopkins-Projekt. Ohne diesen Meilenstein bleibt Powermax im spekulativen Stadium. Die politische Großwetterlage hilft – ersetzt aber keine harten Explorationserfolge.