PPG Industries Aktie: Wettbewerbsvorteile diskutiert

PPG Industries übertrifft Umsatzprognosen, bleibt aber beim Quartalsgewinn hinter den Analystenschätzungen zurück. Die Aktie verliert trotz einer Kurszielerhöhung durch Mizuho.

PPG Industries Aktie
Kurz & knapp:
  • Quartalsgewinn je Aktie unter Analystenerwartung
  • Umsatz übertrifft Prognose deutlich
  • Mizuho erhöht Kursziel trotz Enttäuschung
  • Vorsichtiger Ausblick für das Jahr 2026

Der Lackkonzern PPG Industries hat am Dienstag mit seinen Quartalszahlen für gemischte Reaktionen gesorgt. Die Aktie verlor im nachbörslichen Handel 2,1 Prozent, obwohl das Unternehmen beim Umsatz positiv überraschte. Der Grund für die Ernüchterung: Beim Gewinn blieb PPG hinter den Erwartungen zurück.

Im vierten Quartal 2025 erzielte PPG einen bereinigten Gewinn je Aktie von 1,51 Dollar – deutlich unter der Analystenschätzung von 1,58 Dollar. Beim Umsatz sah es besser aus: Mit 3,91 Milliarden Dollar übertraf das Unternehmen die Prognose von 3,78 Milliarden Dollar und legte gegenüber dem Vorjahresquartal um 5,1 Prozent zu. Das organische Wachstum belief sich auf 3 Prozent, getrieben von höheren Verkaufspreisen und Volumenzuwächsen in allen Regionen.

Besonders stark entwickelte sich das Segment Industrial Coatings mit einem organischen Umsatzplus von 4 Prozent. Auch die Sparte Performance Coatings wuchs um 3 Prozent, während Global Architectural Coatings um 2 Prozent zulegte. Einen Rekord verzeichnete der Bereich Aerospace mit einem zweistelligen organischen Wachstum.

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Mizuho hebt Kursziel trotzdem an

Bemerkenswert: Trotz der verfehlten Gewinnerwartungen erhöhte die Investmentbank Mizuho ihr Kursziel für die PPG-Aktie von 118 auf 125 Dollar. Das neue Ziel liegt 13 Prozent über dem aktuellen Kurs von 110,28 Dollar. Als Begründung nannte Mizuho höhere Bewertungsmultiplikatoren bei Wettbewerbern und im Gesamtmarkt.

Für das Gesamtjahr 2025 meldete PPG einen Nettoumsatz von 15,9 Milliarden Dollar und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 7,58 Dollar. Der operative Cashflow stieg um über 500 Millionen Dollar auf 1,9 Milliarden Dollar. Aktionäre erhielten durch Aktienrückkäufe und Dividenden insgesamt 1,4 Milliarden Dollar zurück – allein im vierten Quartal kaufte das Unternehmen eigene Aktien für 100 Millionen Dollar zurück.

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Vorsichtiger Ausblick dämpft Euphorie

Doch was erwartet Anleger im laufenden Jahr? PPG stellte für 2026 einen bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 7,70 und 8,10 Dollar in Aussicht. Am Mittelpunkt gemessen entspricht das einem mittleren einstelligen Wachstum. Mizuho merkte jedoch an, dass die Konsenserwartungen mit etwa 8,08 Dollar bereits über dem unteren Ende dieser Spanne liegen.

Beim Umsatz zeigt sich PPG zurückhaltend: Das organische Wachstum soll flach bis niedrig einstellig ausfallen. Preiserhöhungen von rund 1 Prozent im vierten Quartal 2025 dürften bereits einen Großteil dieser bescheidenen Prognose ausmachen. Die Volumenguidance für 2026 erscheint nahezu unverändert.

CEO Tim Knavish verwies auf Wachstumstreiber wie Luftfahrtbeschichtungen und Architekturbeschichtungen in Mexiko sowie Marktanteilsgewinne im Industriebereich. Die Rohstoffkosten sollen im ersten Quartal 2026 im Jahresvergleich stabil bleiben. Ob das reicht, um die Bären zu vertreiben?

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