PPL Corp hat am Donnerstag seine Zahlen für das vierte Quartal 2025 präsentiert – und die Reaktion der Anleger fällt verhalten aus. Trotz solider Ergebnisse und einer Dividendenerhöhung verliert die Aktie im vorbörslichen Handel am Freitag rund 3,9 Prozent auf 35,54 Dollar. Was steckt dahinter?
Zahlen treffen Erwartungen nicht vollständig
Das Energieversorgungsunternehmen meldete für das vierte Quartal einen Gewinn von 0,41 Dollar je Aktie – exakt im Rahmen der Analystenschätzungen. Beim Umsatz sieht es anders aus: Mit 2,27 Milliarden Dollar verfehlte PPL die Konsenserwartung von 2,4 Milliarden Dollar deutlich. Für das Gesamtjahr 2025 erreichte der bereinigte Gewinn 1,81 Dollar je Aktie, ein Plus von 7,1 Prozent gegenüber 2024.
Der Umsatzrückstand dürfte ein wesentlicher Grund für die Kursschwäche sein. Investoren hatten offenbar auf stärkere Zahlen gehofft, zumal PPL in allen Geschäftsbereichen mit erhöhter Sturmaktivität zu kämpfen hatte. Dennoch verweist CEO Vincent Sorgi auf eine Spitzenposition bei der Netzwerkverlässlichkeit.
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Milliarden-Investitionen und moderateres Dividendenwachstum
PPL hebt seine Infrastrukturinvestitionen für den Zeitraum 2026 bis 2029 auf 23 Milliarden Dollar an – zuvor waren 20 Milliarden Dollar von 2025 bis 2028 geplant. Damit soll ein durchschnittliches jährliches Wachstum der Bemessungsgrundlage von rund 10,3 Prozent erreicht werden. Für 2026 allein sind Investitionen von 5,1 Milliarden Dollar vorgesehen, unter anderem für neue Kraftwerkskapazitäten in Kentucky und den Ausbau von Übertragungsnetzen für Rechenzentren.
Die Dividende steigt um 4,6 Prozent auf 0,2850 Dollar je Aktie – zahlbar am 1. April 2026. Gleichzeitig reduziert PPL das künftige Dividendenwachstumsziel auf 4 bis 6 Prozent jährlich, um mehr Kapital in die Infrastruktur stecken zu können. Das könnte einige dividendenorientierte Anleger enttäuschen, die bislang mit höheren Steigerungen gerechnet hatten.
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Ausblick: Wachstum ab 2027 beschleunigt
Für 2026 prognostiziert PPL einen Gewinn von 1,90 bis 1,98 Dollar je Aktie, im Mittel 1,94 Dollar. Das entspricht einem Zuwachs von 7,2 Prozent gegenüber 2025. Das Wachstumsziel von 6 bis 8 Prozent pro Jahr wird bis 2029 verlängert, wobei PPL ab 2027 eine stärkere Dynamik erwartet – nahe der oberen Hälfte der Zielspanne.
Nicht eingepreist sind mögliche Erträge aus dem Joint Venture mit Blackstone Infrastructure, das Rechenzentren mit Energie versorgen soll. Je nach Zeitplan könnten hier gegen Ende des Planzeitraums zusätzliche Gewinne anfallen. Um die hohen Investitionen zu stemmen, plant PPL Eigenkapitalmaßnahmen von insgesamt 3 Milliarden Dollar bis 2029 – eine Milliarde wurde bereits 2025 über Termingeschäfte aufgenommen.
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