Primary Hydrogen Corp. hat am Montag den Startschuss für ein vollständig finanziertes Arbeitsprogramm 2026 an seinem Projekt Wicheeda North in British Columbia bekanntgegeben. Erstmals überhaupt will das Unternehmen dort bohren – ein historischer Schritt für die Liegenschaft, den das Unternehmen als Meilenstein bezeichnet.

Erste Bohrung auf der Liegenschaft überhaupt

Für den Herbst 2026 sind rund 1.500 Meter Bohrmeter eingeplant. Die zugrundeliegende Genehmigung deckt dabei deutlich mehr ab: Bis zu 70 Bohrstandorte können bis 2030 auf dem Gelände erschlossen werden, was Primary Hydrogen langfristig Planungssicherheit für weitere Kampagnen verschafft.

Bevor die Bohrgeräte anrollen, stehen zunächst Bodenproben zur Geochemie sowie eine luftgestützte radiometrische Vermessung an – klassische Vorbereitungsschritte, mit denen das Unternehmen die vielversprechendsten Zielpunkte für die anschließende Erstbohrung eingrenzen will.

Bemerkenswert ist die Finanzierungslage: Das Unternehmen betont, dass für das laufende Programm keine zusätzliche Kapitalaufnahme nötig ist. Die Mittel stammen aus einer Flow-Through-Finanzierung für kritische Rohstoffe, die im Juni und Juli angekündigt worden war und deren Erlöse weiterhin in der Unternehmenskasse liegen. Für Anleger bedeutet das: Das Bohrprogramm belastet die Bilanz nicht zusätzlich und verwässert das Aktionariat vorerst nicht weiter.

Kurs mit deutlicher Reaktion

Der Markt hat die Nachrichtenlage rund um Wicheeda North honoriert. Am Freitag legte die Aktie um 7,9 Prozent zu und schloss bei 0,9600 Euro. Über die vergangenen 30 Tage summiert sich der Kursanstieg auf 37 Prozent – ein deutliches Signal dafür, dass Anleger die Kombination aus gesicherter Finanzierung und langfristiger Genehmigung positiv einordnen. Zum bisherigen 52-Wochen-Hoch von 1,01 Euro, erreicht Mitte August, fehlen der Aktie derzeit noch rund 5 Prozent.

Ausblick auf den Herbst

Für Investoren rückt nun der Beginn der eigentlichen Bohrarbeiten im Herbst in den Fokus. Da es sich um die erste Bohrung an Wicheeda North überhaupt handelt, dürften erste geochemische und geophysikalische Zwischenergebnisse als nächste konkrete Datenpunkte gelten, an denen sich der weitere Kursverlauf orientieren wird.

Die bereits gesicherte Mehrjahresgenehmigung mit bis zu 70 möglichen Bohrstandorten signalisiert zudem, dass das Unternehmen die laufende Kampagne als Auftakt einer längeren Explorationsphase versteht, nicht als einmaliges Ereignis.