Der australische Medizintechnik-Spezialist Pro Medicus informiert den Markt gleich über zwei US-Aufträge. Zusammen haben sie einen zweistelligen Millionenwert. An der Börse steigt das Papier auf ein Rekordhoch.
Die Aktie von Pro Medicus notiert am Dienstag bei 97,30 Euro – ein Plus von knapp 9,5 Prozent. Damit erreicht sie ein neues 52-Wochen-Hoch. In den vergangenen sieben Tagen liegt der Kurs sogar 24 Prozent im Plus, über den Monat knapp 15 Prozent.
Jahrelange Partnerschaft vertieft
Der wichtigste Deal betrifft die Allegheny Health Network (AHN). Pro Medicus verlängert die Zusammenarbeit um fünf Jahre. Der Auftragswert: rund 28 Millionen Australische Dollar.
AHN betreibt 15 Krankenhäuser und rund 300 Kliniken in Pennsylvania und den Nachbarstaaten. Das Netzwerk ist seit über einem Jahrzehnt Kunde. Neu hinzu kommt nun die Workflow-Lösung Visage 7. Bisher nutzte AHN nur den Viewer. Das Workflow-Modul organisiert die Bildweiterleitung und die Arbeitslisten. Dadurch bindet sich Pro Medicus tiefer in den klinischen Betrieb ein. Das erhöht die Wechselhürden für das Krankenhaus.
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Der Vertrag basiert auf einem transaktionsbasierten Modell. Es gibt eine garantierte Mindestvergütung – plus Zusatzerlöse bei steigendem Bildvolumen.
Zweiter Auftrag in der Region
Ebenfalls neu: TidalHealth, ein Krankenhausverbund an der Ostküste, unterschreibt einen Siebenjahresvertrag. Volumen: 16 Millionen Australische Dollar.
Die beiden Abschlüsse summieren sich auf 44 Millionen Australische Dollar. Das sind umgerechnet rund 27 Millionen Euro. Für ein Unternehmen mit einem Umsatz im Geschäftsjahr 2025 von knapp 140 Millionen Australischen Dollar eine solide Nachricht.
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KI-Konkurrenz als Thema
Die Verträge fallen in eine Phase, in der der Markt über die Auswirkungen Künstlicher Intelligenz auf die Bildgebungsbranche diskutiert. Manche Investoren fürchten, dass KI-Tools die Nachfrage nach Pro-Medicus-Software schwächen könnten.
Die beiden neuen Abschlüsse wirken dem entgegen. Sie zeigen: Krankenhäuser setzen weiter auf die etablierte Plattform des australischen Anbieters. Die Visage-Plattform gilt wegen ihrer schnellen, mehrdimensionalen Bilddarstellung als technologisch führend.
Hohe Profitabilität als Trumpf
Pro Medicus entwickelt medizinische Bildgebungssoftware und liefert diese weltweit an Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen. Das Geschäftsmodell ist profitabel und skalierbar. Die neuen Aufträge stärken die Position im umkämpften US-Markt.
Das Papier notiert nun auf einem Allzeithoch. Die Frage, ob KI die Nachfrage nach klassischer Bildgebungs-Software gefährdet, ist damit nicht abschließend beantwortet. Die Vertragserfolge deuten aber darauf hin, dass die Kundenbindung des Unternehmens derzeit stark genug ist.
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