Progressive Aktie: Goldman Sachs bleibt optimistisch

Goldman Sachs bekräftigt das Buy-Rating für Progressive mit einem Kursziel von 230 Dollar. Das starke Neugeschäft übertrifft Erwartungen, während Quartalserlöse zurückblieben.

Progressive Aktie
Kurz & knapp:
  • Kursziel von 230 Dollar mit 14 Prozent Aufwärtspotenzial
  • Starker Zuwachs von 211.000 neuen Policen im Dezember
  • Quartalsgewinn übertrifft Analystenschätzungen deutlich
  • Geplanter CFO-Wechsel im Juli 2026

Goldman Sachs bekräftigt sein Buy-Rating für Progressive mit einem Kursziel von 230 US-Dollar – das entspricht einem Aufwärtspotenzial von 14 Prozent. Die Investmentbank sieht den Versicherungskonzern trotz schwächerer Monatszahlen weiterhin auf Wachstumskurs.

Der Titel notiert aktuell bei 215 US-Dollar und wird damit unter seinem fairen Wert gehandelt. Mit einem KGV von 11,8 und einem PEG-Verhältnis von nur 0,36 erscheint die Bewertung im Verhältnis zum Wachstum attraktiv.

Starkes Neugeschäft treibt Wachstum

Progressive legte im Dezember beeindruckende Zahlen vor: Das Unternehmen gewann netto 211.000 neue Policen hinzu – deutlich mehr als von Analysten erwartet. Goldman Sachs hob daraufhin die Prognose für das Wachstum der Kfz-Versicherungsbestände im Jahr 2026 um 30 Basispunkte auf 8,1 Prozent an. Grund sei die verbesserte Werbeeffizienz in der zweiten Jahreshälfte 2025.

Diese Dynamik baut auf einem ohnehin starken Momentum auf: In den vergangenen zwölf Monaten steigerte Progressive seinen Umsatz um 18,35 Prozent auf 85,17 Milliarden US-Dollar.

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Gemischte Signale aus dem vierten Quartal

Doch nicht alles glänzt. Die durchschnittliche Prämie pro Police fiel im Monat um 0,4 Prozentpunkte schwächer aus als erwartet. Goldman Sachs rechnet daher weiterhin mit einem negativ niedrig einstelligen Effekt durch Preisanpassungen auf das Wachstum der gebuchten Nettoprämien.

Das vierte Quartal brachte zudem eine Gewinnüberraschung: Mit einem Ergebnis je Aktie von 5,02 US-Dollar übertraf Progressive die Analystenerwartungen von 4,43 US-Dollar um 59 Cent. Die Erlöse blieben mit 19,51 Milliarden US-Dollar allerdings hinter den prognostizierten 20,31 Milliarden zurück.

BMO Capital senkt Kursziel

Während Goldman Sachs optimistisch bleibt, reduzierte BMO Capital sein Kursziel von 239 auf 232 US-Dollar bei unverändertem Market-Perform-Rating. Die Analysten gehen davon aus, dass die schlimmste Phase der Verlangsamung beim Umsatzwachstum überstanden ist.

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Ein Unsicherheitsfaktor bleibt die jüngste Tarifkürzung um 8 Prozent in Florida. BMO sieht darin allerdings nur begrenzten Einfluss, da die Verkaufssaison durch Steuerrückzahlungen an einkommensschwächere Verbraucher positiv beeinflusst werden könnte.

Führungswechsel im Juli geplant

Progressive bereitet sich auf einen personellen Umbau vor: CFO John Sauerland wird nach 35 Jahren im Unternehmen im Juli 2026 in den Ruhestand treten. Sein Nachfolger wird Andrew Quigg, derzeit Chief Strategy Officer. Eine Übergangsphase soll einen reibungslosen Wechsel gewährleisten.

Goldman Sachs betont, dass Progressive auch in wettbewerbsintensiven Märkten Marktanteile gewinnen kann – das starke Wachstum im vierten Quartal sei ein weiterer Beleg dafür. Diese Fähigkeit rechtfertige ein höheres Bewertungsmultiplikator auf die normalisierten Underwriting-Gewinne.

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Über Felix Baarz 1628 Artikel
Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.