Goldman Sachs bekräftigt sein Buy-Rating für Progressive mit einem Kursziel von 230 US-Dollar – das entspricht einem Aufwärtspotenzial von 14 Prozent. Die Investmentbank sieht den Versicherungskonzern trotz schwächerer Monatszahlen weiterhin auf Wachstumskurs.
Der Titel notiert aktuell bei 215 US-Dollar und wird damit unter seinem fairen Wert gehandelt. Mit einem KGV von 11,8 und einem PEG-Verhältnis von nur 0,36 erscheint die Bewertung im Verhältnis zum Wachstum attraktiv.
Starkes Neugeschäft treibt Wachstum
Progressive legte im Dezember beeindruckende Zahlen vor: Das Unternehmen gewann netto 211.000 neue Policen hinzu – deutlich mehr als von Analysten erwartet. Goldman Sachs hob daraufhin die Prognose für das Wachstum der Kfz-Versicherungsbestände im Jahr 2026 um 30 Basispunkte auf 8,1 Prozent an. Grund sei die verbesserte Werbeeffizienz in der zweiten Jahreshälfte 2025.
Diese Dynamik baut auf einem ohnehin starken Momentum auf: In den vergangenen zwölf Monaten steigerte Progressive seinen Umsatz um 18,35 Prozent auf 85,17 Milliarden US-Dollar.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Progressive?
Gemischte Signale aus dem vierten Quartal
Doch nicht alles glänzt. Die durchschnittliche Prämie pro Police fiel im Monat um 0,4 Prozentpunkte schwächer aus als erwartet. Goldman Sachs rechnet daher weiterhin mit einem negativ niedrig einstelligen Effekt durch Preisanpassungen auf das Wachstum der gebuchten Nettoprämien.
Das vierte Quartal brachte zudem eine Gewinnüberraschung: Mit einem Ergebnis je Aktie von 5,02 US-Dollar übertraf Progressive die Analystenerwartungen von 4,43 US-Dollar um 59 Cent. Die Erlöse blieben mit 19,51 Milliarden US-Dollar allerdings hinter den prognostizierten 20,31 Milliarden zurück.
BMO Capital senkt Kursziel
Während Goldman Sachs optimistisch bleibt, reduzierte BMO Capital sein Kursziel von 239 auf 232 US-Dollar bei unverändertem Market-Perform-Rating. Die Analysten gehen davon aus, dass die schlimmste Phase der Verlangsamung beim Umsatzwachstum überstanden ist.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Progressive?
Ein Unsicherheitsfaktor bleibt die jüngste Tarifkürzung um 8 Prozent in Florida. BMO sieht darin allerdings nur begrenzten Einfluss, da die Verkaufssaison durch Steuerrückzahlungen an einkommensschwächere Verbraucher positiv beeinflusst werden könnte.
Führungswechsel im Juli geplant
Progressive bereitet sich auf einen personellen Umbau vor: CFO John Sauerland wird nach 35 Jahren im Unternehmen im Juli 2026 in den Ruhestand treten. Sein Nachfolger wird Andrew Quigg, derzeit Chief Strategy Officer. Eine Übergangsphase soll einen reibungslosen Wechsel gewährleisten.
Goldman Sachs betont, dass Progressive auch in wettbewerbsintensiven Märkten Marktanteile gewinnen kann – das starke Wachstum im vierten Quartal sei ein weiterer Beleg dafür. Diese Fähigkeit rechtfertige ein höheres Bewertungsmultiplikator auf die normalisierten Underwriting-Gewinne.
Progressive-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Progressive-Analyse vom 29. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Progressive-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Progressive-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Progressive: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


