ProSiebenSat.1 hat am Montagabend die Erwartungen erneut nach unten korrigiert – und diesmal trifft es den Medienkonzern härter als gedacht. Das bereinigte EBITDA wird voraussichtlich nur 405 Millionen Euro erreichen. Damit verfehlt der SDAX-Konzern sogar das bereits im November gesenkte untere Ende der Prognosespanne von 420 Millionen Euro.
Bereits Mitte November hatte das Management die Erwartungen um 20 Millionen Euro gekappt. Doch selbst diese pessimistischere Prognose erwies sich als zu optimistisch. Die Aktie reagierte unmittelbar: Auf XETRA ging es zeitweise um 2,47 Prozent auf 4,98 Euro nach unten.
Der TV-Werbemarkt bricht weg
Verantwortlich für die Misere ist das dramatisch schwächelnde TV-Werbegeschäft. Der branchenweite Rückgang der Investitionen in klassische Fernsehwerbung trifft ProSiebenSat.1 mit voller Wucht – besonders schmerzhaft im vierten Quartal, traditionell das umsatzstärkste für den Münchener Konzern.
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Der Gesamtumsatz sank bereinigt um Währungseffekte und Portfolioänderungen um zwei Prozent auf 3,68 Milliarden Euro. Analysten hatten mit mehr gerechnet. Das herausfordernde Marktumfeld in Deutschland lässt dem Konzern offenbar kaum Spielraum.
Ein Hoffnungsschimmer im Zahlenchaos
Zumindest bei der Verschuldung gibt es positive Signale: Die Netto-Finanzverbindlichkeiten konnten von 1,51 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf 1,34 Milliarden Euro reduziert werden. Eine beachtliche Entlastung der Bilanz in turbulenten Zeiten.
Seit kurzem hält die italienische Medienholding MFE rund drei Viertel der Anteile an ProSiebenSat.1. Ob die neuen Eigentümer eine Trendwende einleiten können, bleibt abzuwarten. Das vollständige Zahlenwerk will der Konzern am 26. März vorlegen.
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