PTC Aktie: Unschöne Nachrichten!

Das Softwareunternehmen PTC übertrifft die Erwartungen für Q1 2026 deutlich, doch die vorsichtige Jahresprognose belastet die Aktie im nachbörslichen Handel.

PTC Aktie
Kurz & knapp:
  • Gewinn und Umsatz deutlich über Analystenschätzungen
  • Jahresprognose fällt unter Markterwartungen
  • Starkes Wachstum bei wiederkehrenden Umsätzen
  • Fortschritte bei strategischer Neuausrichtung

Die PTC-Aktie geriet gestern unter Druck und verlor im nachbörslichen Handel 2 Prozent – obwohl das Unternehmen seine Quartalszahlen deutlich übertroffen hatte. Der Grund: Die Umsatzprognose enttäuschte die Anleger.

Das Software-Unternehmen meldete für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Gewinn je Aktie von 1,92 Dollar. Analysten hatten nur mit 1,55 Dollar gerechnet. Auch beim Umsatz lag PTC mit 686 Millionen Dollar über der Konsensschätzung von 635 Millionen Dollar. Im Jahresvergleich entspricht das einem Plus von 21 Prozent.

Besonders stark entwickelte sich das wiederkehrende Geschäft: Die jährlich wiederkehrenden Umsätze (ARR) kletterten auf währungsbereinigter Basis um 8,4 Prozent. Ohne die beiden Geschäftsbereiche Kepware und ThingWorx, die PTC derzeit veräußert, lag das Wachstum sogar bei 9 Prozent – am oberen Ende der eigenen Prognosespanne.

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Warum dann der Kursrückgang?

Der operative Cashflow stieg um 13 Prozent, ebenso der freie Cashflow. PTC kaufte im abgelaufenen Quartal eigene Aktien im Wert von 200 Millionen Dollar zurück – Teil eines laufenden Rückkaufprogramms über 2 Milliarden Dollar. Die operative Performance stimmt also.

Doch die Börse blickt nach vorn. Und hier liegt der Haken: Für das Gesamtjahr 2026 stellt PTC Erlöse zwischen 2,68 und 2,94 Milliarden Dollar in Aussicht. Der Mittelwert liegt damit unter der Analystenerwartung von 2,89 Milliarden Dollar. Auch die Gewinnprognose von 6,69 bis 9,15 Dollar je Aktie enttäuschte – Analysten hatten 7,84 Dollar auf dem Zettel.

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Strategische Neuausrichtung läuft

CEO Neil Barua zeigte sich dennoch zufrieden: „Die anhaltenden Fortschritte bei unserer Go-to-Market-Transformation führen zu starker und strategischer Nachfrage.“ Das Unternehmen konzentriert sich auf seinen sogenannten „Intelligent Product Lifecycle“-Ansatz, bei dem künstliche Intelligenz eine zentrale Rolle spielt.

CFO Jen DiRico betonte, dass man bereits das zweite Quartal in Folge bedeutende strategische Kundenverträge abgeschlossen habe. „Wir werden sehen, wie sich unsere verbesserte Nachfrageerfassung später in diesem Jahr im ARR niederschlägt“, so DiRico. Die Veräußerung von Kepware und ThingWorx soll nach Steuern rund 365 Millionen Dollar einbringen – Mittel, die ebenfalls für weitere Aktienrückkäufe vorgesehen sind.

Für das laufende zweite Quartal rechnet PTC mit einem Gewinn zwischen 1,93 und 2,54 Dollar je Aktie sowie Erlösen von 710 bis 770 Millionen Dollar. Die Aktie handelt aktuell bei 148 Dollar.

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Über Dieter Jaworski 1394 Artikel

Über mich: Systematisch und fundiert investieren

Als unabhängiger Finanzanalyst unterstütze ich seit 2002 private und institutionelle Anleger bei der Entwicklung nachhaltiger Finanzstrategien. Meine Leidenschaft für Finanzen und Zahlen reicht jedoch viel weiter zurück – über 40 Jahre. Diese langjährige Begeisterung, kombiniert mit über zwei Jahrzehnten professioneller Erfahrung in Aktienanalyse und Vermögensaufbau, bildet die Basis meiner Arbeit.

Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

Seit 2007 bin ich als unabhängiger Finanzdienstleister aktiv. Meine Analysen teile ich auch unter den Pseudonymen „Javo“ und "value-javo" auf Finanzplattformen.

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