PulteGroup Aktie: Gewinneinbruch schockt Anleger

Der US-Hausbauer meldet einen drastischen Gewinnrückgang im vierten Quartal, übertrifft jedoch Analystenerwartungen. Die Aktie reagiert positiv auf stabile Margenprognosen und fortgesetzte Rückkäufe.

PulteGroup Aktie
Kurz & knapp:
  • Nettogewinn bricht im Jahresvergleich um fast die Hälfte ein
  • Bruttomarge sinkt deutlich durch höhere Käuferanreize
  • Unternehmen übertrifft Analystenschätzungen bei Umsatz und Gewinn
  • Stabile Margenprognose und Aktienrückkäufe für 2026 geplant

Der US-Hausbauer PulteGroup hat am 29. Januar 2026 seine Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorgelegt – und die fallen deutlich schwächer aus als im Vorjahr. Der Nettogewinn brach auf 502 Millionen Dollar ein, verglichen mit 913 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Pro Aktie verdiente das Unternehmen nur noch 2,56 Dollar statt 4,43 Dollar. Die Aktie reagierte dennoch überraschend positiv und legte im vorbörslichen Handel um 1,39 Prozent auf 124,98 Dollar zu.

Umsatzrückgang trotz stabiler Auftragslage

Die Erlöse aus Hausverkäufen sanken um 5 Prozent auf 4,5 Milliarden Dollar. PulteGroup verkaufte 7.821 Häuser und damit 3 Prozent weniger als im Vorjahr. Der durchschnittliche Verkaufspreis fiel um 1 Prozent auf 573.000 Dollar. Besonders auffällig: Die Bruttomarge schrumpfte deutlich von 27,5 Prozent auf 24,7 Prozent.

Verantwortlich für diese Entwicklung waren vor allem gestiegene Anreize für Käufer. Der Anteil der Verkaufsanreize kletterte von 7,2 Prozent auf 9,9 Prozent – ein klares Zeichen dafür, dass PulteGroup die Nachfrage nur noch mit höheren Rabatten stimulieren kann. Hinzu kamen gestiegene Grundstückskosten, die zusätzlich auf die Marge drückten.

Auftragsbücher füllen sich wieder

Gibt es trotz allem Hoffnung? Die Neuaufträge stiegen immerhin um 4 Prozent auf 6.428 Häuser. Allerdings blieb der Wert dieser Bestellungen mit 3,5 Milliarden Dollar auf Vorjahresniveau. Die Stornierungsquote verschlechterte sich von 10 Prozent auf 12 Prozent. Der Auftragsbestand zum Quartalsende belief sich auf 8.495 Häuser mit einem Wert von 5,3 Milliarden Dollar – Rückgänge von 16 Prozent beziehungsweise 19 Prozent.

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Starke Bilanz als Stabilitätsanker

PulteGroup verfügt über 235.000 Grundstücke, von denen 57 Prozent per Option gesichert sind. Im vierten Quartal investierte der Konzern 1,4 Milliarden Dollar in Grundstückskäufe und -erschließung, für das Gesamtjahr waren es 5,2 Milliarden Dollar. Das Unternehmen hielt 2,0 Milliarden Dollar an liquiden Mitteln und wies eine Verschuldungsquote von 11,2 Prozent aus.

Aktionäre profitieren weiterhin: Im vierten Quartal kaufte PulteGroup eigene Aktien im Wert von 300 Millionen Dollar zurück. Für das Gesamtjahr 2025 summierte sich das Rückkaufvolumen auf 1,2 Milliarden Dollar – entsprechend 10,6 Millionen Aktien oder 5,2 Prozent aller ausstehenden Papiere.

Vorsichtiger Ausblick für 2026

Für das erste Quartal 2026 rechnet PulteGroup mit 5.700 bis 6.100 verkauften Häusern bei einer Bruttomarge von 24,5 bis 25,0 Prozent. Der durchschnittliche Verkaufspreis soll zwischen 550.000 und 560.000 Dollar liegen – niedriger als die 573.000 Dollar im vierten Quartal 2025.

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Im Gesamtjahr 2026 peilt das Management 28.500 bis 29.000 Hausverkäufe an. Die Bruttomarge soll sich bei 24,5 bis 25,0 Prozent stabilisieren. Geplant sind Investitionen von 5,4 Milliarden Dollar in Grundstücke sowie ein operativer Cashflow von 1,0 Milliarde Dollar. Die Anzahl der aktiven Bauprojekte soll um 3 bis 5 Prozent steigen.

Analysts sehen Lichtblicke

Trotz des Gewinneinbruchs übertraf PulteGroup die Erwartungen der Analysten. Diese hatten mit einem Gewinn je Aktie von 2,81 Dollar gerechnet – tatsächlich waren es 2,88 Dollar. Auch beim Umsatz lag das Unternehmen mit 4,61 Milliarden Dollar über der Konsensschätzung von 4,33 Milliarden Dollar.

Die positive Kursreaktion deutet darauf hin, dass Investoren mit noch schlechteren Zahlen gerechnet hatten. Die relativ stabile Margenprognose für 2026 und die fortgesetzten Aktienrückkäufe scheinen die Anleger zu beruhigen.

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