Puma Aktie: Alles auf Neuanfang

Pumas Bilanz 2025 zeigt tiefrote Zahlen, doch Investoren setzen auf den radikalen Neustart des Sportartikelherstellers. Das Jahr 2026 wird als Reset-Phase für eine Rückkehr zum Wachstum ab 2027 deklariert.

Puma Aktie
Kurz & knapp:
  • Starker Umsatzrückgang und hoher operativer Verlust
  • Aussetzung der Dividende für Aktionäre
  • 2026 als Reset-Jahr mit weiteren Verlusten erwartet
  • Institutionelle Investoren wie Bank of America bauen Position aus

Rote Zahlen, gestrichene Dividende und ein trüber Ausblick: Auf den ersten Blick lesen sich die Zahlen von Puma für 2025 desaströs. Doch an der Börse wird die Zukunft gehandelt. Anleger greifen heute trotz – oder gerade wegen – des radikalen „Resets“ zu. Ist der Boden für ein Comeback ab 2027 bereitet?

Radikaler Schnitt in der Bilanz

Das abgelaufene Geschäftsjahr gleicht einer Zäsur für den Sportartikelhersteller. Ein währungsbereinigter Umsatzrückgang von 8,1 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro riss das operative Ergebnis tief ins Minus. Statt Gewinnen wie im Vorjahr stehen nun 357 Millionen Euro operativer Verlust (EBIT) in den Büchern. Unter dem Strich beläuft sich das Minus sogar auf 644 Millionen Euro.

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Die Konsequenz für die Aktionäre ist schmerzhaft, aber angesichts der Kapitaldecke logisch: Die Dividende wird komplett gestrichen. Dass die Aktie heute dennoch um über 6 Prozent auf 23,98 Euro klettert, zeigt, dass der Markt diese Hiobsbotschaften bereits weitgehend verarbeitet hat.

Warten auf 2027

Auch das laufende Jahr 2026 wird für Anleger eine Geduldsprobe. Das Management rechnet mit weiteren Umsatzrückgängen im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich und einem erneuten operativen Verlust zwischen 50 und 150 Millionen Euro. CEO Arthur Höld verkauft diese Entwicklung jedoch offensiv als notwendiges „Reset-Jahr“. Durch die Bereinigung des Vertriebs und den Verzicht auf margenschädliche Rabatte soll die Basis für eine Rückkehr zu profitablem Wachstum gelegt werden.

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Große Adressen positionieren sich

Die Strategie, kurzfristigen Schmerz für langfristige Gesundung in Kauf zu nehmen, scheint bei institutionellen Investoren auf Interesse zu stoßen. Die Bank of America hat ihren Anteil an Puma jüngst auf 6,15 Prozent ausgebaut. Mit dem Sprung über die 23-Euro-Marke entfernt sich der Kurs zudem weiter deutlich vom 52-Wochen-Tief bei 15,48 Euro.

Entscheidend für die weitere Entwicklung wird sein, ob das Management glaubhaft vermitteln kann, dass die Talsohle 2026 tatsächlich durchschritten wird und die Wachstumsziele für 2027 realistisch sind.

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