Die Bank of America bremst die Puma-Aktie aus. Analyst Thierry Cota stufte das Papier von „Neutral“ auf „Underperform“ herab. Sein Argument: Der Optimismus sei nach der jüngsten Rally voll eingepreist. Das Aufwärtspotenzial sei begrenzt.
Am Donnerstag erreichte die Aktie erstmals seit über einem Jahr die Marke von 30 Euro. Am Freitag fiel sie auf 29,08 Euro zurück. Ein Minus von 2,45 Prozent. Trotz der Korrektur liegt der Kurs seit Jahresbeginn rund 30 Prozent im Plus.
Warum die Rally ins Stocken gerät
Zwei Treiber hatten den Höhenflug der vergangenen Monate befeuert. Erstens: der Einstieg des chinesischen Konzerns Anta Sports. Er übernahm rund 29 Prozent der Anteile von der Familie Pinault. Anleger spekulierten auf eine Komplettübernahme. Die BofA dämpft diese Erwartung. Kurzfristig sei kein solcher Schritt zu erwarten.
Zweitens: die Fußball-WM 2026. Puma präsentierte neue Trikots und Kollektionen. Das sorgt für positive Stimmung im Sektor. Die BofA bewertet auch diesen Effekt als bereits eingepreist.
Übergangsjahr mit Fortschritten
Operativ bleibt 2026 ein Übergangsjahr, wie das Management früh ankündigte. 2025 fiel die Dividende aus, die Lagerbestände waren zu hoch. Inzwischen läuft die Bereinigung schneller als geplant. Die Rohertragsmargen bessern sich leicht. Analysten warnen dennoch: Die Erwartungen an den Turnaround sind gestiegen. Das verringert den Spielraum für Enttäuschungen in den kommenden Quartalsberichten.
Die charttechnische Marke von 30 Euro bleibt ein harter Widerstand. Für einen nachhaltigen Ausbruch braucht es neue positive Impulse. Bislang reichen die bekannten Fortschritte und der Ankerinvestor nicht aus. Die Aktie durchläuft wohl eine Konsolidierungsphase.
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