Die Erwartungen an das erste Quartal sind katastrophal, die Dividende ist gestrichen und die Verschuldung hat sich fast verzehnfacht. Dennoch notiert die Puma-Aktie auf einem frischen 52-Wochen-Hoch von 24,96 Euro. Diese eklatante Lücke zwischen fundamentaler Schwäche und starkem Kurslauf lockt Leerverkäufer in Scharen an. Das Short-Interest liegt aktuell bei 8,08 Prozent. Damit baut sich vor den Quartalszahlen am 30. April ein massives Spannungsfeld auf.
Düstere Prognosen für das erste Quartal
Wenn das Management Ende April die Bücher öffnet, rechnen Analysten mit einem herben Rückschlag. Das operative Ergebnis (EBIT) dürfte auf 20 bis 35 Millionen Euro einbrechen. Im Vorjahresquartal standen hier noch 70 Millionen Euro. Die Gründe für den Absturz liegen in der stockenden Bereinigung des nordamerikanischen Großhandels und der anhaltenden Kaufzurückhaltung in China.
Die Bilanz zeigt bereits tiefe Spuren des Krisenjahres 2025. Ein operativer Jahresverlust von 357,2 Millionen Euro trieb die Nettoverschuldung auf über eine Milliarde Euro. Die Konsequenz: Auf der Hauptversammlung im Mai fällt die Dividende komplett aus. Vorstandschef Arthur Hoeld prognostiziert für das laufende Jahr einen weiteren operativen Fehlbetrag zwischen 50 und 150 Millionen Euro.
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Leerverkäufer unter Druck
Die hohe Leerverkaufsquote von über acht Prozent ist mehr als doppelt so hoch wie im Zwölf-Monats-Schnitt. Das erhöht das Risiko für Kurskapriolen. Die Aktie kletterte in den vergangenen zwölf Monaten um gut 26 Prozent und markierte gestern bei 24,96 Euro ihr neues Jahreshoch. Überrascht Puma bei der Vorlage der Q1-Zahlen auch nur leicht positiv, droht ein Short-Squeeze. Leerverkäufer müssten sich zügig mit Aktien eindecken, was den Kurs weiter nach oben treiben würde.
Zollstreit als unberechenbarer Faktor
Ein juristischer Erfolg in den USA könnte das Blatt operativ wenden. Nach einem Urteil des U.S. Supreme Court fordert Pumas US-Tochtergesellschaft rund 80 Millionen Euro an unrechtmäßig erhobenen Zöllen zurück. Ein entsprechendes Erstattungsportal der US-Behörden soll noch im April starten. Analysten zögern jedoch, diesen Einmaleffekt bereits in die Schätzungen für 2026 aufzunehmen, da die US-Regierung neue Zölle auf anderer Rechtsgrundlage vorbereitet.
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Operativ gibt es derweil kleine Fortschritte. Der Lagerabbau verläuft schneller als geplant und soll bis Jahresende ein Normalniveau erreichen. Parallel dazu rüstet sich der Sportartikelhersteller für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 und stattet elf Nationalmannschaften aus.
Der 30. April liefert den harten Faktencheck für die aktuelle Marktbewertung. Fällt das EBIT auf die befürchteten 20 Millionen Euro, bestätigt sich die These der Leerverkäufer. Übertreffen die Restrukturierungseffekte unter CEO Arthur Hoeld hingegen die niedrigen Erwartungen, liefert das aktuelle Kursniveau um 25 Euro die perfekte Startrampe für eine aggressive Eindeckungsrallye der Shortseller.
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