Puma Aktie: Leerverkäufer doppelt über Jahresdurchschnitt

Puma legt Quartalszahlen vor: Gewinnrückgang erwartet, während Leerverkäufer auf fallende Kurse setzen.

Puma Aktie
Kurz & knapp:
  • Hohe Shortquote von über acht Prozent
  • Erwarteter Gewinnrückgang im ersten Quartal
  • Dividendenstreichung für das Vorjahr geplant
  • Möglicher Zollrückerstattung aus den USA

Starke Kurserholung auf der einen Seite, massive Wetten auf fallende Kurse auf der anderen. Bei Puma klaffen Marktentwicklung und Skepsis der Profianleger weit auseinander. Der Sportartikelhersteller legt heute seine Ergebnisse für das erste Quartal vor und steht dabei unter besonderer Beobachtung.

Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund zehn Prozent zugelegt und schloss gestern bei 24,68 Euro. Damit notiert das Papier nur knapp unter seinem 52-Wochen-Hoch. Parallel dazu positionieren sich Leerverkäufer aggressiv gegen den laufenden Turnaround. Die Shortquote liegt aktuell bei 8,08 Prozent. Das ist mehr als doppelt so hoch wie der Jahresdurchschnitt.

Tiefe Erwartungen an das Auftaktquartal

Analysten rechnen für das abgelaufene Jahresviertel mit einem deutlichen Gewinnrückgang. Das operative Ergebnis (EBIT) dürfte laut Schätzungen von mwb research auf 20 bis 35 Millionen Euro fallen. Im Vorjahr standen hier noch 70 Millionen Euro in den Büchern. Den Umsatz taxiert der Markt auf 1,83 Milliarden Euro.

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Als Hauptbelastungsfaktoren gelten die anhaltenden Unsicherheiten im China-Geschäft und die laufende Bereinigung im nordamerikanischen Großhandel. Immerhin verzeichnet CEO Arthur Hoeld erste operative Lichtblicke. Der Abbau der hohen Lagerbestände schreitet schneller voran als ursprünglich geplant.

Langer Weg zurück in die Gewinnzone

Der Konzernumbau braucht Zeit. Nach dem Umsatzeinbruch und einem operativen Verlust im Geschäftsjahr 2025 rechnet das Management auch für das laufende Jahr mit einem Minus. Die Rückkehr in die Gewinnzone peilt Hoeld erst für 2027 an.

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Aktionäre spüren diese Durststrecke direkt. Auf der Hauptversammlung am 19. Mai steht der Vorschlag auf der Tagesordnung, die Dividende für das vergangene Jahr komplett zu streichen. Zuvor hatte Puma noch 0,61 Euro je Aktie ausgeschüttet.

Ein möglicher Sonderertrag könnte indes aus den USA kommen. Ein Bundesgericht hat Rückerstattungen von US-Zöllen angeordnet, von denen Puma mit rund 80 Millionen Euro profitieren könnte. Marktbeobachter raten allerdings davon ab, diese Summe bereits fest einzuplanen. Die formale Anmeldung der Ansprüche über ein neues Behördenportal steht noch aus.

Die heutigen Quartalszahlen treffen auf eine stark polarisierte Aktionärsstruktur. Übertreffen die operativen Fortschritte die niedrigen Erwartungen, könnte die hohe Leerverkaufsquote als Kurstreiber wirken. Eindeckungskäufe der Shortseller würden den Preis in diesem Szenario mechanisch nach oben drücken.

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