Puma Aktie: Technische Erholung, trübe Fundamentals

Die Puma-Aktie erholt sich charttechnisch, doch das Unternehmen meldet für 2025 einen operativen Verlust und erwartet auch 2026 einen Fehlbetrag. Die Rally wird durch Leerverkäufer verstärkt.

Puma Aktie
Kurz & knapp:
  • Charttechnische Erholung mit Short-Squeeze-Potenzial
  • Operativer Verlust von 357 Millionen Euro für 2025
  • Keine Dividende für Aktionäre im Jahr 2026
  • Lagerabbau verläuft schneller als geplant

Die Puma-Aktie hat in zwei Handelstagen rund acht Prozent zugelegt und dabei ein charttechnisch relevantes Signal gesetzt. Hinter der Rally steckt jedoch eine Geschichte, die deutlich komplizierter ist als der Kursanstieg vermuten lässt.

Leerverkäufer unter Druck

Am 24. März kreuzte die Aktie die 200-Tage-Linie nach oben — nur fünf Tage nachdem sie dieselbe Linie in die entgegengesetzte Richtung durchbrochen hatte. Diese schnelle Bewegung erklärt sich nicht allein durch Käufer. Die Shortquote liegt aktuell bei 8,08 Prozent, mehr als doppelt so hoch wie der Zwölfmonatsdurchschnitt von 3,41 Prozent. Wenn Leerverkäufer bei steigenden Kursen ihre Positionen eindecken müssen, verstärkt das die Aufwärtsbewegung erheblich. Ein klassisches Short-Squeeze-Szenario.

Das nächste charttechnische Ziel liegt beim Sechs-Monats-Hoch von 24,45 Euro, das Ende Februar markiert wurde. Bis dorthin fehlen noch rund zwölf Prozent.

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Verluste, kein Dividende, weiterer Gegenwind

Die Rally ändert nichts an den fundamentalen Belastungen. Im Geschäftsjahr 2025 brach der Umsatz währungsbereinigt um 8,1 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro ein. Schwerwiegender ist der Einbruch beim operativen Ergebnis: Statt eines EBIT-Gewinns von 548,7 Millionen Euro wie im Vorjahr musste Puma einen Verlust von 357,2 Millionen Euro ausweisen. Die Hauptversammlung am 19. Mai wird entsprechend ohne Dividendenvorschlag tagen.

Für 2026 erwartet das Management einen weiteren operativen Fehlbetrag zwischen 50 und 150 Millionen Euro. CEO Arne Hoeld, der im vergangenen Jahr von Adidas zu Puma gewechselt war, stellt eine Rückkehr zum Wachstum erst für 2027 in Aussicht.

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Lagerabbau läuft schneller als geplant

Ein konkreter Fortschritt zeichnet sich beim Lagerbestand ab. Der Abbau verläuft schneller als erwartet; bis Jahresende soll ein normalisiertes Niveau erreicht sein. Hoeld kauft dabei Ware von Groß- und Einzelhändlern zurück, um Abverkäufe zu verhindern, die das Markenimage beschädigen würden. Die Produkte sollen stattdessen über eigene Factory-Outlets und ausgewählte Partner in den Markt gebracht werden.

Parallel dazu verschlankt das Management die Konzernstruktur. Fußball, Running und Training sollen künftig im Mittelpunkt stehen. Der Direktvertrieb soll ausgebaut werden — ein strategisch notwendiger Schritt, denn aktuell kommen über 70 Prozent des Umsatzes noch aus dem Großhandel. Puma hatte zuletzt Marktanteile verloren und war hinter Wettbewerber wie New Balance und Skechers zurückgefallen.

Ob die technische Erholung Bestand hat, hängt letztlich davon ab, ob der Lagerabbau bis Jahresende planmäßig abgeschlossen wird und die Neuausrichtung erste messbare Spuren in den Zahlen für 2026 hinterlässt.

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