Puma steuert auf die Veröffentlichung der Halbjahreszahlen zu. Das Management definiert 2026 als reine Übergangsphase. Anleger blicken nun auf die Fortschritte beim Konzernumbau.

Analysten erwarten für das zweite Quartal einen Verlust von durchschnittlich 0,516 Euro je Aktie. Das markiert eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Damals lag das Minus noch bei 1,670 Euro.

Beim Umsatz zeichnet sich hingegen ein Rückgang ab. Die Schätzungen liegen bei 1,66 Milliarden Euro. Das entspricht einem Minus von gut 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Fokus auf Kernprodukte und Direktvertrieb

Nach dem Rekordverlust im Jahr 2025 stellt Puma die Weichen neu. Der Sportartikelhersteller konzentriert sich wieder verstärkt auf seine Kernprodukte. Parallel dazu baut das Unternehmen den Direktverkauf aus.

Die Strategie sieht eine schlankere Kostenbasis vor. Das Management optimiert zusätzlich das Cash Management. Ziel ist die Rückkehr unter die Top-3 der weltweiten Sportmarken.

Aktie trotzt den schwachen Prognosen

An der Börse kommt der Kurswechsel bisher gut an. Die Aktie legte seit Jahresbeginn um knapp 27 Prozent zu. Aktuell notiert das Papier bei 28,38 Euro.

Der Titel erholte sich kräftig vom Tiefstand im November 2025. Mit einem RSI von 58,8 zeigt sich die Marktstimmung stabil. Der Kurs verläuft derzeit deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt.

Die im Juli anstehenden Zahlen dienen als Lackmustest für die Restrukturierung. Ein nachhaltiges Gewinnwachstum plant der Vorstand erst ab 2027 wieder ein. Das Gesamtjahr 2026 bleibt eine Geduldsprobe für Investoren.