Zwei Daten werden zeigen, ob Pumas Restrukturierung trägt — oder ob die Skepsis der Leerverkäufer berechtigt ist. Am 30. April legt der Sportartikelhersteller seine Q1-Ergebnisse vor, am 19. Mai folgt die Hauptversammlung in Herzogenaurach. Beide Termine treffen ein Unternehmen, das sich mitten in einem schmerzhaften Umbau befindet.
Die Ausgangslage ist eindeutig: 2025 brach der Umsatz währungsbereinigt um 8,1 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro ein. Aus einem EBIT-Gewinn von rund 549 Millionen Euro im Vorjahr wurde ein Verlust von 357 Millionen Euro. CEO Arthur Hoeld stellt für 2026 einen weiteren operativen Fehlbetrag zwischen 50 und 150 Millionen Euro in Aussicht — eine nachhaltige Rückkehr auf den Wachstumspfad erwartet das Unternehmen erst 2027.
Lagerabbau und Asien-Strategie als Lichtblick
Nicht alles zeigt nach unten. Der Lagerabbau verläuft schneller als geplant; bis Jahresende soll ein normalisiertes Niveau erreicht sein. Das ist bedeutsam, weil überfüllte Lager in der Vergangenheit zu kostspieligen Rabattaktionen zwangen und die Margen unter Druck setzten.
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Strategisch richtet sich Puma verstärkt nach Asien aus. In Suzhou entsteht gemeinsam mit Shincell New Materials ein spezialisiertes Labor für die nächste Generation von Schaumstofftechnologien. Diese Ausrichtung passt zur Beteiligung von Anta Sports Products, die rund 29 Prozent der Anteile hält.
Zölle, Klage und Shortseller
Die US-Handelspolitik bleibt ein erheblicher Belastungsfaktor. Puma beziffert den negativen Effekt der seit Februar 2025 geltenden Trump-Zölle auf rund 80 Millionen Euro beim Vorsteuergewinn. Eine US-Tochtergesellschaft hat deshalb Klage vor dem Bundesgericht für internationalen Handel in New York eingereicht, um die Abgaben anzufechten und bereits gezahlte Beträge zurückzufordern. Ein geplantes Erstattungssystem der US-Zollbehörden soll bis Ende April starten — Marktbeobachter raten jedoch davon ab, mögliche Rückzahlungen bereits in Finanzmodelle einzurechnen.
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Parallel dazu hat sich die Shortquote auf 8,08 Prozent mehr als verdoppelt — der Zwölfmonatsdurchschnitt liegt bei 3,41 Prozent. Das erhöhte Short-Interest ist ein zweischneidiges Schwert: Enttäuschen die Q1-Zahlen, dürfte der Druck auf die Aktie anhalten. Gelingt Hoeld hingegen eine positive Überraschung, könnten Eindeckungskäufe der Leerverkäufer den Kurs schnell nach oben treiben.
Die Hauptversammlung am 19. Mai wird formell den Dividendenverzicht für das Verlustjahr 2025 besiegeln. Ob sie auch als Wendepunkt in der Investorendebatte gilt, entscheiden die Quartalszahlen Ende April.
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