Rekordbestellungen, aber ein Gewinn, der noch weit hinter dem Vorjahr liegt: Pva Tepla zeigt nach neun Monaten zwei Gesichter. Die Aktie gab im frühen Xetra-Handel zeitweise um gut vier Prozent auf 28,80 Euro nach.
Metrologie treibt den Auftragseingang
Der Vakuumtechnologie- und Messtechnikspezialist sammelte Bestellungen im Wert von 273,4 Millionen Euro ein, gut die Hälfte mehr als vor einem Jahr. Als Zugpferd nennt das Unternehmen das Metrologie-Geschäft.
Der Konzernumsatz stieg nach neun Monaten um vier Prozent auf knapp 182 Millionen Euro. Im dritten Quartal allein legten die Erlöse um 12 Prozent zu. Das Wachstum hat also an Tempo gewonnen.
Ergebnis bleibt die Schwachstelle
Beim Gewinn sieht das Bild anders aus. Das Ebitda lag nach neun Monaten bei 10,4 Millionen Euro und damit um mehr als 40 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Offenbar schlägt sich der Auftragsboom bislang nicht in der Profitabilität nieder.
Die im Sommer gesenkte Jahresprognose bestätigte der Vorstand. Konzernchefin Jalin Ketter sprach von richtig gestellten Weichen und stellte ein bei Umsatz und Ergebnis starkes viertes Quartal in Aussicht.
Der Markt reagiert zurückhaltend. Nach der Prognosesenkung im Sommer scheinen Investoren zunächst Belege für die Ergebnisverbesserung sehen zu wollen. Die Aktie hat auf Monatssicht bereits gut 16 Prozent eingebüßt.
Anders sehen es die Analysten: Die Kursziele der zuletzt sieben Einschätzungen liegen zwischen 46 und 50 Euro und damit deutlich über dem aktuellen Niveau.
Nächster Prüfstein ist das vierte Quartal. Liefert Pva Tepla dort die angekündigte Steigerung bei Umsatz und Ergebnis, wäre die bestätigte Jahresprognose erreichbar. Verfehlt der Konzern sie, dürfte die Skepsis am Markt weiter zunehmen.
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