Ein Quartal mit Verlust, eine gekappte Jahresprognose und trotzdem ein optimistischer Blick auf 2027: q.beyond legt per Ad-hoc-Mitteilung eine gemischte Bilanz vor. Die Aktie gab zeitweise um rund 6,5 Prozent auf 3,18 Euro nach.

Rückstellungen belasten das dritte Quartal

Das vorläufige EBITDA lag im dritten Quartal bei minus 4,8 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor standen noch 3,0 Millionen Euro im Plus. Den Großteil der Lücke erklären Rückstellungen von 4,3 Millionen Euro für die im August angekündigte beschleunigte KI-Transformation. Ohne diese Einmalaufwendungen hätte das EBITDA bei minus 0,5 Millionen Euro gelegen.

Der Umsatz hielt sich stabil: 43,2 Millionen Euro nach 43,6 Millionen Euro im Vorjahresquartal.

Prognose rutscht ins Minus

Der Vorstand korrigiert die Jahresziele deutlich. Statt eines EBITDA von 3 bis 7 Millionen Euro erwartet er für 2026 nun minus 4 bis minus 2 Millionen Euro. Die Umsatzprognose sinkt leicht auf 174 bis 178 Millionen Euro, zuvor waren es 176 bis 180 Millionen Euro.

Als Gründe nennt das Unternehmen einmalig gestiegene Lizenzkosten und höhere Aufwendungen für interne Digitalisierungsprojekte, darunter KI-Lösungen. Hinzu kommt: Einzelne Projekte aus der Vertriebspipeline verschieben sich und werden im laufenden Jahr nicht mehr ergebniswirksam.

Der Blick richtet sich auf 2027

Das Management setzt auf die Zeit nach der Umbauphase. Die KI-Transformation soll die Kostenbasis senken und ab 2027 jährlich rund 7 Millionen Euro einsparen.

Stütze der Umsatzerwartung ist der Auftragseingang. Er erreichte im dritten Quartal 49,7 Millionen Euro und damit fast das Niveau des gesamten ersten Halbjahres von 51,9 Millionen Euro. Daraus leitet q.beyond ab dem kommenden Jahr eine deutliche Steigerung von Umsatz und EBITDA ab. Auch die Rückkehr zu einem positiven Konzernergebnis und positivem Free Cashflow hält das Unternehmen aufrecht.

Belastbare Details liefert die vollständige Quartalsmitteilung, die q.beyond am 9. November 2026 veröffentlichen will. Dann zeigt sich, wie stark die Verschiebungen in der Pipeline und die höheren Lizenzkosten im Einzelnen auf die Zahlen durchschlagen.