Der DAX-Diagnostikkonzern hat das Schlussquartal 2025 überraschend stark abgeschlossen. Sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn übertraf Qiagen die eigenen Prognosen und die Erwartungen der Analysten. Unter dem Strich verfünffachte sich der Jahresgewinn auf 425 Millionen Dollar – vor allem, weil die Restrukturierungskosten des Vorjahres wegfielen.
Für 2026 bestätigt das Management den Wachstumskurs: Mindestens fünf Prozent Umsatzplus sind das Ziel, beim bereinigten Gewinn je Aktie soll es von 2,38 Dollar auf mindestens 2,50 Dollar nach oben gehen. Die Kernprodukte – darunter der Tuberkulosetest Quantiferon und Bioinformatik-Lösungen – sollen mit neun Prozent sogar deutlich schneller wachsen.
Bremsspur im ersten Quartal
Doch zunächst wird es holprig: Im ersten Quartal 2026 erwartet Qiagen einen leichten Gewinnrückgang um einen US-Cent gegenüber dem Vorjahresquartal. Verantwortlich dafür sind die jüngste Übernahme von Parse Biosciences und – wie schon angekündigt – die Zollbelastungen. Parse hatte der Konzern zum Jahresende übernommen, um das Portfolio in der Einzelzellanalyse zu verstärken. Die US-Plattform ermöglicht die hochauflösende Analyse von Milliarden Einzelzellen.
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Der Gesamtumsatz 2025 kletterte währungsbereinigt um fünf Prozent auf knapp 2,09 Milliarden Dollar. Im Schlussquartal schwächte sich die Dynamik allerdings ab – unter anderem wegen des Stillstands der US-Regierung. Hier lag das währungsbereinigte Plus nur noch bei einem Prozent. Dennoch: Das Ergebnis lag über den Erwartungen.
Spekulationen über Verkauf
Parallel zu den Zahlen bleibt ein Thema unkommentiert: die Übernahmegerüchte. Bloomberg hatte vor wenigen Wochen berichtet, Qiagen prüfe mit Beratern strategische Optionen – darunter auch einen möglichen Verkauf. Der Konzern war in der Vergangenheit bereits mehrfach als Übernahmekandidat gehandelt worden. Auch zur aktuellen Meldung schweigt das Management.
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Offen ist zudem die Nachfolgeregelung: CEO Thierry Bernard wird zurücktreten, sobald ein Ersatz gefunden ist. Diese Ankündigung liegt seit November auf dem Tisch. Finanzchef Roland Sackers betonte derweil die Fortschritte bei der Kapitalallokation: Über 1,1 Milliarden Dollar flossen vorzeitig an die Aktionäre zurück, zwei Akquisitionen wurden abgeschlossen – neben Parse auch der israelische KI-Softwareanbieter Genoox.
Die Wachstumstreiber sollen bis 2028 einen Umsatz von zwei Milliarden Dollar erreichen – ein ambitioniertes Ziel, das Qiagen erst kürzlich bekräftigte.
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