Qualcomm Aktie: Rekord ohne Glanz

Trotz Rekordquartals stürzt die Qualcomm-Aktie nachbörslich ab. Grund ist ein verhaltener Ausblick aufgrund anhaltender Speicherknappheit in der Smartphone-Branche, die bis 2027 andauern könnte.

Qualcomm Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatz und Gewinn über Analystenerwartungen
  • Branchenweite Speicherknappheit belastet Ausblick
  • Smartphone-Chip-Auslieferungen sollen 2026 sinken
  • KI-Chip-Geschäft startet erst 2026 mit Verzögerung

Die Aktie von Qualcomm ist nach Vorlage der Quartalszahlen nachbörslich um 9,7 Prozent eingebrochen. Der Grund: ein verhaltener Ausblick für die kommenden Monate, der die starken Geschäftszahlen überschattet.

Das erste Fiskalquartal bis zum 28. Dezember 2025 verlief eigentlich blendend. Der US-Chipkonzern steigerte seinen Umsatz um 5 Prozent auf 12,25 Milliarden Dollar – über den von Analysten erwarteten 12,13 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 3,50 Dollar und lag damit klar über der Konsensschätzung von 3,39 Dollar.

Speichermangel bremst Smartphone-Geschäft

Doch die Freude über das Rekordquartal währte kurz. CEO Cristiano Amon machte in der Analystenkonferenz deutlich: „Die branchenweite Speicherknappheit und Preiserhöhungen werden wahrscheinlich das gesamte Ausmaß der Handset-Industrie während des Geschäftsjahres bestimmen.“ Die Kunden von Qualcomm können ihre Smartphones schlicht nicht bauen, weil die nötigen Speicherchips fehlen.

Das Problem trifft nicht nur Qualcomm. Auch Chip-Architekt Arm Holdings, dessen Designs in vielen Smartphone-Prozessoren stecken, rechnet mit Umsatzeinbußen von bis zu 2 Prozent durch die Engpässe. Die Aktie verlor nachbörslich 8 Prozent.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Qualcomm?

Lieferkrise bis 2027?

Analysten von J.P. Morgan und Morningstar erwarten, dass die Speicherknappheit bis weit ins Jahr 2027 anhalten könnte. Counterpoint Research prognostiziert für 2026 einen Rückgang der weltweiten Smartphone-Chip-Auslieferungen um 7 Prozent. Die steigenden Speicherpreise belasten dabei nicht nur Handys, sondern die gesamte Unterhaltungselektronik.

Qualcomm versucht derweil, sich breiter aufzustellen. Das Geschäft mit KI-Chips für Rechenzentren soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 starten – und laut Amon von der Speicherkrise verschont bleiben. Nennenswerte Umsätze erwartet der Konzern hier allerdings erst im Geschäftsjahr 2027.

Die Zahlen spiegeln weniger unternehmensspezifische Probleme als vielmehr branchenweite Herausforderungen wider. Qualcomm kämpft mit denselben Engpässen wie große Teile der Smartphone-Lieferkette. Für Anleger bleibt die bange Frage: Wann entspannt sich die Lage?

Qualcomm-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Qualcomm-Analyse vom 5. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Qualcomm-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Qualcomm-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 5. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Qualcomm: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Über Felix Baarz 1702 Artikel
Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.