Die Aktie von Quarterback Resources erlebt eine extreme Achterbahnfahrt. Der kanadische Goldexplorer stürzte am Dienstag um 21,71 Prozent auf 0,505 Euro ab – nur um zwei Tage später auf 0,66 Euro zu klettern. Das entspricht einer Erholung von über 30 Prozent.

Kein Wunder bei dieser Aktie. Mit rund 15,86 Millionen ausstehenden Aktien und einer Marktkapitalisierung von lediglich 10,47 Millionen Euro reagiert der Titel extrem auf vergleichsweise kleine Orders. Solche Kursausschläge sind im Junior-Exploration-Sektor typisch, aber das Ausmaß überrascht selbst erfahrene Anleger.

Twin Gold als Treiber

Der Grund für das Interesse an dem Wertpapier liegt in British Columbia. Dort hält Quarterback eine Option auf das Twin Gold Project in der Omineca Mining Division. Das Projekt umfasst 16 Mineral-Claims auf rund 11.110 Hektar. Die Option erlaubt dem Unternehmen, eine 100-Prozent-Beteiligung zu erwerben.

Die erste Explorationsphase lieferte bemerkenswerte Resultate. An der Takla-Rainbow-Zone fanden sich Oberflächenproben mit bis zu 1.220 Gramm Gold pro Tonne und 1.500 Gramm Silber pro Tonne. Das sind außergewöhnlich hohe Gehalte, die eine Weiterverfolgung rechtfertigen.

Allerdings: Oberflächenfunde sagen wenig über die tatsächliche Lagerstätte aus. Die entscheidenden Daten stehen noch aus.

Warten auf die Bohrkerne

177 Kernproben wurden zur Analyse eingeschickt. Die Ergebnisse sollen zeigen, wie tief und durchgehend die Mineralisierung tatsächlich ist. Für den Aktienkurs wird dieser Moment entscheidend sein – positive Resultate könnten eine neue Rallye auslösen, enttäuschende Werte einen weiteren Absturz.

Hinzu kommt: Das Unternehmen muss bestimmte Meilensteine erfüllen, um die Claim-Rechte zu behalten. Zudem lastet eine 2-Prozent-Net-Smelter-Returns-Lizenzgebühr auf dem Projekt. Sollte Quarterback die volle Beteiligung erwerben, bleibt diese Royalty bestehen.

Die kommenden Finanzberichte werden zudem zeigen, wie viel Kapital für die nächste Explorationsrunde zur Verfügung steht. Für einen Junior-Miner ist die Finanzierung der nächsten Phase oft die größte Hürde.

Bis dahin bleibt die Aktie ein Spielball der Spekulation. Die hochgradigen Oberflächenfunde sind vielversprechend – aber von einer kommerziellen Mine ist Twin Gold noch weit entfernt.