R Stahl Aktie: Trügerischer Erfolg

R. STAHL übertrifft die EBITDA-Prognose, warnt jedoch vor nicht nachhaltigen Einmaleffekten. Der Umsatz sank deutlich, während der Auftragseingang unter Druck steht.

R Stahl Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatzrückgang von 9,1 Prozent auf 313 Millionen Euro
  • EBITDA-Ziel durch Einmaleffekte deutlich übertroffen
  • Auftragseingang fiel um 21 Millionen Euro
  • Zukunftsprogramm NEXUS soll Stabilisierung bringen

Die vorläufigen Zahlen für 2025 überraschen auf den ersten Blick positiv. R. STAHL übertraf die im Juli angepasste EBITDA-Prognose deutlich und erreichte 34,4 Millionen Euro – genau das Niveau von 2024. Doch das Unternehmen selbst warnt: Diese Entwicklung ist nicht nachhaltig und spiegelt nicht die tatsächliche Geschäftslage wider.

Temporäre Effekte verschleiern schwache Nachfrage

Der Explosionsschutz-Spezialist aus Waldenburg kämpft mit massiven Nachfrageproblemen. Der Konzernumsatz brach um 9,1 Prozent auf 313 Millionen Euro ein und verfehlte damit die bereits im Juli gekürzte Prognose von 320 bis 330 Millionen Euro. Verantwortlich dafür sind weltweite wirtschaftliche und geopolitische Unsicherheiten, die seit dem zweiten Halbjahr 2024 auf die Investitionsbereitschaft der Kunden drücken.

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Das überraschend hohe EBITDA vor Sondereinflüssen von 34,4 Millionen Euro verdankt R. STAHL vor allem Einmaleffekten im Material- und Personalbereich sowie einem kurzfristig erhöhten Umsatz im Dezember durch Großprojekte. Die EBITDA-Marge kletterte dadurch auf 11,0 Prozent – doch diese Zahl täuscht. Das Unternehmen betont ausdrücklich, dass die positive Entwicklung im vierten Quartal nicht auf kommende Perioden übertragbar ist.

Auftragseingang unter Druck

Nach einem noch starken ersten Quartal mit 98,8 Millionen Euro Auftragseingang fiel das Ordervolumen im Gesamtjahr um 21 Millionen auf 306,5 Millionen Euro. Da der Umsatz die Auftragseingänge überstieg, schrumpfte der Auftragsbestand auf 90,9 Millionen Euro. Der Free Cashflow rutschte von plus 14,8 Millionen Euro im Vorjahr auf minus 0,3 Millionen Euro – hauptsächlich wegen des niedrigeren Konzernergebnisses und gestiegenen Working Capitals.

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Immerhin ein Lichtblick: Die Eigenkapitalquote verbesserte sich leicht auf 29,2 Prozent, nachdem das Management ursprünglich von einem Rückgang ausgegangen war. Mit dem im Februar gestarteten Zukunftsprogramm NEXUS will sich R. STAHL zum globalen Lösungsanbieter im Explosionsschutz entwickeln. CEO Dr. Claus Bischoff kündigt für 2026 eine wirtschaftliche Stabilisierung an, bevor ab 2027 Wachstumschancen aktiv genutzt werden sollen.

Die Prognose für das laufende Jahr wird R. STAHL am 16. April mit dem testierten Geschäftsbericht vorlegen. Bis dahin bleibt offen, wie das Unternehmen die strukturellen Herausforderungen meistern will.

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