Ein neuer Name, ein neues Börsenparkett – und sofort heftige Kursausschläge. Radiant Uranium Corp, vormals Kirkstone Metals, startete diese Woche an der Canadian Securities Exchange. Die ersten Handelstage fielen turbulent aus.

Erste Handelstage mit starken Schwankungen

Die Aktie von Radiant Uranium schloss bei 0,16 kanadischen Dollar. Das entspricht einem Plus von 6,9 Prozent gegenüber dem Vortagesschluss von 0,15 Dollar. Innerhalb des Handelstags schwankte der Kurs zwischen 0,15 und 0,20 Dollar, eröffnet hatte die Aktie bei 0,155 Dollar.

Die Marktkapitalisierung liegt bei 6,39 Millionen kanadischen Dollar. Insgesamt sind 41,22 Millionen Aktien im Umlauf.

Dem Kurssprung ging eine schwierige Phase voraus. Noch unter dem alten Namen Kirkstone Metals war die Aktie kurz vor dem Börsenwechsel um 5,26 Prozent auf 0,18 Dollar gefallen. Analysten führten den Rückgang auf fehlende positive Nachrichten zurück. Hinzu kam Unsicherheit über die strategische Ausrichtung nach dem geplanten Wechsel von der TSX Venture Exchange.

Von der TSXV zur CSE

Die Aktien des Vancouver-Unternehmens notieren nun unter dem Kürzel RUC an der CSE. Zuvor war das Unternehmen als Kirkstone Metals Corp. an der TSX Venture Exchange gelistet.

Radiant Uranium ist ein Explorationsunternehmen mit drei frühphasigen Uranprojekten im Athabasca-Becken in Saskatchewan: Key Lake Road, Gorilla Lake und Douglas River. Das Flaggschiffprojekt Key Lake Road umfasst mehr als 5.500 Hektar Land, rund 90 Kilometer südlich der Mine und Mühle Key Lake.

Bewertung unter Beobachtung

Schon vor dem Börsenwechsel hatten Analysten auf ein erhöhtes Bewertungsrisiko hingewiesen. Beim letzten Schlusskurs von 2,42 Dollar – vor der Aktienzusammenlegung im Zuge des Listings – notierte Kirkstone Metals mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 29,8. Anleger zahlten damit fast das Dreißigfache des bilanzierten Nettovermögens.

Zum Vergleich: Der Durchschnitt vergleichbarer Unternehmen lag bei 16,2, der Durchschnitt der kanadischen Öl- und Gasbranche sogar nur bei 1,7. Der Markt preiste für Kirkstone also deutlich mehr Optimismus ein als für den breiteren Sektor.

Die jüngste Kursentwicklung war von extremen Ausschlägen geprägt. Zeitweise verlor die Aktie rund 76 Prozent binnen eines Monats und 44 Prozent binnen einer Woche. Auf Sicht von 90 Tagen stand dagegen ein Plus von 27,4 Prozent zu Buche – ein deutlicher Kontrast zu den scharfen kurzfristigen Einbrüchen.

Die Kassenlage bleibt ein Risiko

Neben der Kursvolatilität rückt die finanzielle Reichweite des Unternehmens in den Fokus. Beim aktuellen Free-Cashflow-Trend reicht die Liquidität nach Analystenschätzungen für weniger als ein Jahr. Der freie Cashflow lag zuletzt bei minus 1,6 Millionen kanadischen Dollar.

Ohne eine Verbesserung der Cashflows müsste das Unternehmen frisches Kapital aufnehmen oder Schulden machen. Beides würde bestehende Aktionäre verwässern oder das Bilanzrisiko erhöhen.

Exploration läuft unverändert weiter

Trotz Umbenennung und Börsenwechsel läuft das Explorationsprogramm weiter. Das Unternehmen informierte Aktionäre über laufende Genehmigungsverfahren bei Key Lake Road und Gorilla Lake. Geplant sind bis zu 6,2 Kilometer Line-Cutting für IP-Messungen sowie bis zu 30 Bohrlöcher an der DD-Zone von Key Lake Road.

Die DD-Zone liegt an einer nord-südlich verlaufenden Verwerfung. Diese Struktur entspricht der Wollaston-Mudjatik-Übergangszone – jener geologischen Formation, die Uranvorkommen an historischen und aktiven Minen im Osten des Athabasca-Beckens kontrolliert.

Ob sich die Aktie nach dem holprigen Start an der CSE stabilisieren kann, dürfte vor allem von den Fortschritten bei diesen Bohrprogrammen abhängen. Die dünne Kassenlage bleibt dabei der zentrale Unsicherheitsfaktor.