JPMorgan hat das Kursziel für Realty Income auf 64 Dollar angehoben — und die Aktie trotzdem auf „Underweight“ belassen. Diese Kombination sagt viel über die Stimmungslage rund um den US-Immobilienriesen aus.
Warum das Upgrade kein Vertrauensbeweis ist
Die Anhebung des Kursziels von 61 auf 64 Dollar klingt zunächst positiv. Der Haken: JPMorgan sieht in Realty Income weiterhin eine Underperformance gegenüber kleineren Wettbewerbern im Net-Lease-Segment. Das Kernargument der Analysten ist struktureller Natur — die schiere Größe des Unternehmens erschwert überdurchschnittliches Gewinnwachstum. Mit einem Forward-Kurs-FFO-Verhältnis von rund 14,5 gilt die Aktie aus Sicht der Bank nicht als günstig genug, um diese Wachstumslücke zu kompensieren.
Kursbedingt bewegt sich die Aktie mit rund 54,60 Euro nah am 50-Tage-Durchschnitt — seit Jahresbeginn steht ein Plus von knapp zwölf Prozent zu Buche, vom Märzhoch bei 57,80 Euro ist man aber noch ein Stück entfernt.
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Milliarden-Pipeline trifft auf Wachstumszweifel
Das Management hat für 2026 ein Investitionsvolumen von rund 8 Milliarden Dollar angepeilt — ein deutlicher Sprung gegenüber den 6,3 Milliarden Dollar aus dem Vorjahr. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital lag 2025 bei einem gewichteten Durchschnitt von 7,3 Prozent.
Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen einen bereinigten Funds from Operations (AFFO) zwischen 4,38 und 4,42 Dollar je Aktie. Das entspricht einem Wachstum von rund 2,8 Prozent gegenüber dem 2025er-Wert von 4,28 Dollar — solide, aber nicht spektakulär. Genau das ist der Punkt, den JPMorgan kritisiert.
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Starke Fundamentaldaten, begrenztes Aufwärtspotenzial
Das Portfolio selbst zeigt kaum Schwächen. Die Vermietungsquote lag Ende 2025 bei 98,9 Prozent — ein Niveau, das seit 2013 nahezu ununterbrochen gehalten wird. Bei Neuvermietungen erzielte das Unternehmen im vierten Quartal 2025 eine Mietwiedergewinnungsrate von 104,9 Prozent: Neue Verträge werden also zu höheren Konditionen abgeschlossen als die auslaufenden.
Das liefert organisches Wachstum — reicht aber offenbar nicht, um JPMorgans Skepsis zu zerstreuen.
Am 6. Mai veröffentlicht Realty Income die Ergebnisse für das erste Quartal 2026. Dann zeigt sich erstmals konkret, wie weit die 8-Milliarden-Pipeline bereits abgearbeitet ist und ob die AFFO-Prognose für das Gesamtjahr Bestand hat.
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