Realty Income will 2026 investieren – und zwar kräftig. Die Zahlen für 2025 zeigen ein stabiles Fundament, doch beim Wachstum pro Aktie bleibt das Management zunächst vorsichtig. Was steckt hinter dem Spagat aus Milliardenprogramm und eher moderater Prognose?
Zahlen: Umsatz stark, AFFO im Plan
Im vierten Quartal traf Realty Income beim AFFO (Adjusted Funds From Operations) je Aktie mit 1,08 US-Dollar exakt die Markterwartung. Beim Umsatz lag der REIT dagegen darüber: 1,49 Mrd. US-Dollar statt erwarteter 1,40 Mrd. US-Dollar – ein Plus von 11% gegenüber dem Vorjahr.
Für das Gesamtjahr 2025 meldete das Unternehmen 4,28 US-Dollar AFFO je Aktie, eine Auslastung von 98,9% sowie eine „Rent Recapture Rate“ von 103,9%. Letzteres bedeutet: Bei Neuvermietungen wurden im Schnitt höhere Mieten erzielt als zuvor – ein wichtiger Stabilitätsanker in einem Umfeld, das bei Mietern nicht überall rund läuft.
2026-Ausblick: Mehr Ertrag, aber unter dem Langfristziel
Für 2026 peilt Realty Income einen AFFO je Aktie von 4,38 bis 4,42 US-Dollar an. Der Mittelwert entspricht rund 2,8% Wachstum gegenüber 2025. Das ist spürbar unter dem langfristig kommunizierten Ziel von etwa 5% – das Management beschreibt 2026 daher eher als Schritt in Richtung Normalisierung, nicht als vollständige Rückkehr zur alten Dynamik.
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Auffällig: Das Unternehmen kalkuliert mit kreditbedingten Verlusten von 40 bis 50 Basispunkten des Umsatzes, nach etwa 70 Basispunkten im Vorjahr. Gleichzeitig warnt das Management aber vor nachlassender Nachfrage und steigenden Kosten im Property-Management. Genau dieser Mix erklärt, warum die Prognose zwar nach oben zeigt, aber nicht euphorisch ausfällt.
Strategie: 8 Milliarden US-Dollar – und mehr Internationalisierung
Der Plan für 2026 ist ambitioniert: Rund 8 Mrd. US-Dollar sollen investiert werden. Schon im vierten Quartal 2025 flossen 2,4 Mrd. US-Dollar zu einer anfänglichen, gewichteten Cash-Rendite von 7,1%.
Parallel baut Realty Income die Plattform aus. Im Januar 2026 kam eine strategische Partnerschaft mit GIC hinzu, inklusive eines Build-to-suit-Joint-Ventures mit Gesamtzusagen von über 1,5 Mrd. US-Dollar. Außerdem wagte der REIT den Markteintritt in Mexiko über ein 200 Mio. US-Dollar schweres Takeout-Commitment für ein langfristig vermietetes Industrieportfolio in US-Dollar.
Beim „Capital Recycling“ bleibt Realty Income ebenfalls konsequent: 2025 wurden 425 Objekte für rund 744 Mio. US-Dollar verkauft. Für 2026 stellt das Management ein ähnliches Tempo in Aussicht – erneut etwa 740 Mio. US-Dollar.
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Dividende und Marktreaktion: Rückenwind, aber kein Freifahrtschein
Im Februar verkündete Realty Income die 668. monatliche Dividendenzahlung in Folge. Die nächste Monatsdividende soll am Freitag, den 13. März, ausgezahlt werden; Stichtag für den Erhalt war Freitag, der 27. Februar (0,27 US-Dollar je Aktie).
Am Markt sorgten die Zahlen für Bewegung bei Analysten: Stifel Nicolaus hob das Kursziel von 67,75 auf 70,50 US-Dollar an und blieb bei „Buy“. Zudem ging das Short-Interesse im Februar um rund 18,5% zurück und liegt nun bei etwa 3,0% des Streubesitzes – ein Zeichen, dass weniger Marktteilnehmer auf fallende Kurse setzen.
Auch an der Börse zeigt sich Rückenwind: Die Aktie schloss am Freitag bei 56,73 Euro und markierte damit zugleich ein neues 52‑Wochen‑Hoch.
Unterm Strich startet Realty Income mit hoher Auslastung, sinkenden Kreditbelastungen und einem klaren Investitionsfahrplan ins Jahr 2026 – gleichzeitig bremst das Management die Erwartungen an das Wachstum pro Aktie bewusst und koppelt die Rückkehr Richtung Langfristziel an normalisierende Kreditkosten und den Beitrag neuer Investments.
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