Reckitt Benckiser versucht, mit fortlaufenden Aktienrückkäufen Vertrauen am Markt zurückzugewinnen. Trotz massiver Gewinnsteigerungen im vergangenen Geschäftsjahr bleibt die Stimmung unter den Investoren jedoch angespannt. Vor allem die charttechnische Verfassung der Aktie bereitet Marktteilnehmern derzeit Sorgen.
Kapitalpflege trifft auf Abwärtstrend
Am 1. April erwarb der Konsumgüterriese über die Deutsche Bank weitere 155.000 eigene Anteile. Diese Maßnahme ist Teil eines genehmigten Rückkaufprogramms und soll die Kapitalstruktur optimieren. Nach der Transaktion beläuft sich die Gesamtzahl der Stimmrechte auf rund 643,5 Millionen Aktien.
An der Börse verpuffte die Nachricht bisher weitgehend. Mit einem Kursniveau von etwa 5.188 Pence notiert das Papier deutlich unter den wichtigen gleitenden Durchschnitten der letzten 20, 50 und 200 Tage. Ein Relative-Stärke-Index (RSI) von 34 unterstreicht die aktuelle Schwächephase und deutet auf ein anhaltendes negatives Momentum hin.
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Sondereffekte verzerren die Bilanz
Ein Blick in die Bücher zeigt, warum die Aktie trotz glänzender Zahlen unter Druck steht. Der Anstieg des Gewinns pro Aktie (EPS) von 203,2 Pence auf 467,2 Pence im Jahr 2025 resultierte primär aus dem Verkauf der Sparte „Essential Home“. Dieser Einmaleffekt trieb auch den Vorsteuergewinn um 83 Prozent auf 3,84 Milliarden Pfund nach oben.
Bereinigt um diese Sondereffekte fiel das Wachstum mit einem Plus von 1,1 Prozent beim verwässerten EPS deutlich moderater aus. Während die Aktionäre im Februar bereits von einer Sonderdividende profitierten, lasten andere Themen schwerer auf der Bewertung. Insbesondere die laufenden Rechtsstreitigkeiten in den USA rund um die Säuglingsnahrung von Mead Johnson sowie der geplante Verkauf dieser Sparte sorgen für Unsicherheit.
Am Mittwoch, den 22. April 2026, wird Reckitt Benckiser sein Trading-Update für das erste Quartal vorlegen. Anleger erwarten dann konkrete Daten zum organischen Umsatzwachstum und neue Details zum Fortschritt der strategischen Portfolio-Bereinigung.
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