Die Erholung kommt nach einem brutalen Juni. Red Cat steigt am Montag um 8,16 Prozent auf 8,71 Euro. Zuvor hatte die Drohnenaktie mit einem Minus von 36 Prozent den schlechtesten Monat seit fünf Jahren hingelegt – ein massiver Rücksetzer nach dem Allzeithoch bei 18,70 Euro im März.
Der Kursverfall hat mehrere Auslöser. Ein Exportverbot aus China belastete die Lieferketten der gesamten Branche. Zudem lehnten Aktionäre auf der Hauptversammlung die Vergütung des Managements ab. Ein denkbar schlechtes Signal in einem ohnehin angespannten Umfeld.
Neustart mit der „Hellcat“
Ausgerechnet jetzt setzt das Management auf eine neue Plattform. Die „Hellcat UAS“ wurde im Juni auf der Eurosatory vorgestellt – basierend auf der bestehenden Black-Widow-Technologie. Das System ist für den Einsatz in GPS-feindlichen Umgebungen optimiert und fliegt über 50 Minuten bei einer Reichweite von elf Kilometern.
Ein erster Auftrag der japanischen Bodenselbstverteidigungsstreitkräfte liegt bereits vor. Analysten sehen ein Umsatzpotenzial von bis zu 325,7 Millionen US-Dollar bis 2029. Das erfordert allerdings ein jährliches Wachstum von über 250 Prozent. Ein ambitioniertes Ziel.
Zwischen technischer Erholung und hohem Risiko
Technisch bewegt sich die Aktie nach dem Kurssprung zurück aus dem überverkauften Bereich. Der RSI liegt bei 44,2 – neutraler Boden. Unter den gleitenden Durchschnitten bleibt das Papier aber klar: Die 50-Tage-Linie bei 9,70 Euro und der 200-Tage-Schnitt bei 9,55 Euro liegen deutlich über dem aktuellen Kurs.
Die Bewertung bleibt eine Glaubensfrage. Während einige Modelle ein Kursziel von 17 US-Dollar rechtfertigen – vorausgesetzt neue Verteidigungsaufträge kommen – mahnt die Volatilität von 131,73 Prozent zur Vorsicht. Zudem hat Red Cat eine Shelf-Registrierung über bis zu 500 Millionen US-Dollar eingereicht. Das eröffnet Finanzierungsspielraum, birgt aber Verwässerungsrisiko für die Aktionäre.
Hinzu kommt eine geopolitische Komponente: Friedensabkommen im Nahen Osten und die Aufhebung von Seeblockaden könnten die angespannten Lieferketten in der Rüstungsindustrie stabilisieren. Ob das Red Cat direkt hilft, ist offen – der Konzern bleibt eine High-Risk-Wette auf das Drohnengeschäft.
Red Cat-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Red Cat-Analyse vom 29. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Red Cat-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Red Cat-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Red Cat: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


