Red Cat Holdings hat seinen Drohnen-Krieg nicht nur in Auftragsformularen gewonnen. COO Chris Ericson kehrte in der Nacht vor dem Earnings Call aus der Ukraine zurück — und brachte konkrete Ergebnisse mit: Ukrainische Streitkräfte haben formal beantragt, chinesische ISR-Drohnen durch das Black-Widow-System zu ersetzen.
Rekordquartal mit tiefroter Bilanz
Die Zahlen für das vierte Quartal 2025 sind beeindruckend. Der Umsatz sprang auf 26,2 Millionen Dollar — ein Anstieg von 1.985 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr 2025 summiert sich der Erlös auf 40,7 Millionen Dollar, mehr als doppelt so viel wie 2024.
Profitabilität ist davon jedoch weit entfernt. Der Nettoverlust weitete sich auf 72,1 Millionen Dollar aus, das bereinigte EBITDA lag bei minus 51,3 Millionen Dollar. Die Betriebskosten verdoppelten sich auf 67,8 Millionen Dollar, unter anderem wegen eines Personalaufbaus um 85 Prozent. Das Unternehmen verbrennt Kapital in erheblichem Tempo — 89,1 Millionen Dollar flossen 2025 allein aus dem operativen Geschäft ab.
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Produktion hochgefahren, Pipeline gefüllt
Die Fertigungskapazität wuchs um 520 Prozent auf 254.000 Quadratfuß. Im Werk in Salt Lake City laufen täglich rund 50 Black-Widow-Drohnen vom Band. Zusätzlich hat ein asiatisch-pazifischer Verbündeter das System im Dezember 2025 nach einer Ausschreibung bestellt — Lieferung ist für 2026 geplant.
Die Liquidität ist vorerst gesichert: Der Kassenbestand stieg von 9,2 auf 167,9 Millionen Dollar, gestützt durch Kapitalerhöhungen im Volumen von 234,3 Millionen Dollar.
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Keine Prognose — Markt reagiert ungnädig
Was Anleger zuletzt am stärksten beschäftigte: Red Cat verweigerte eine offizielle Umsatzprognose für 2026. CEO Thompson verwies auf externe Schätzungen zwischen 100 und 170 Millionen Dollar und signalisierte, man fühle sich „sehr wohl in der oberen Hälfte“ dieser Spanne — verbindlich festlegen will sich das Management aber erst, wenn konkrete Verträge vorliegen. Die Aktie verlor daraufhin an einem einzigen Handelstag elf Prozent.
Needham & Company stufte den Titel nach dem Earnings Call mit „Buy“ ein und erhöhte das Kursziel. Der Konsens der Analysten laut MarketBeat liegt bei „Hold“ mit einem mittleren Kursziel von 20,67 Dollar — deutlich über dem aktuellen Niveau von 11,70 Euro.
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