Red Cat Holdings hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 ein beeindruckendes Wachstum vorgelegt — und trotzdem reagierten Anleger enttäuscht. Der Grund: Rekorderlöse allein reichen nicht, wenn ein klarer Ausblick fehlt und die Margen kaum existieren.
Rekordumsatz trifft auf Guidance-Lücke
Das vierte Quartal 2025 brachte einen Umsatz von 26,2 Millionen Dollar — ein Plus von knapp 2.000 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr summierte sich der Erlös auf 40,7 Millionen Dollar, ein Anstieg von 161 Prozent.
Trotzdem verfehlte das Unternehmen die Gewinnerwartungen: Der Verlust je Aktie lag bei -0,17 Dollar statt der erwarteten -0,15 Dollar. Schwerer wog jedoch das Fehlen einer offiziellen Umsatzprognose für 2026. Das Management begründet dies damit, dass man auf den Abschluss staatlicher Verträge warte — intern rechnet Red Cat allerdings mit einem Umsatz zwischen 100 und 170 Millionen Dollar für das laufende Jahr.
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Bei einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von rund 42 wollten Investoren mehr als interne Szenarien. Die Aktie verlor in der vergangenen Woche knapp acht Prozent und liegt damit rund 22 Prozent unter dem Jahreshoch von 14,80 Euro — trotz eines nach wie vor beachtlichen Jahresplus von rund 48 Prozent.
Produktion und internationale Nachfrage
Konkret ist zumindest der Ausbau der Produktionskapazitäten. Red Cat hat seine Fertigungsfläche um 520 Prozent auf insgesamt 254.000 Quadratfuß ausgeweitet. Die Produktion der Black-Widow-Drohne soll im ersten Halbjahr 2026 auf 1.000 Einheiten pro Monat skaliert werden.
International gewinnt das Unternehmen an Boden: Ein Büro in Kiew ist eröffnet, ukrainische Streitkräfte haben eine formelle Anfrage zur Ablösung chinesischer ISR-Drohnen durch Black-Widow-Systeme gestellt. Red Cat beziffert das potenzielle Beschaffungsvolumen auf bis zu 350.000 FPV-Drohnen und 17.500 ISR-Drohnen. Im Asien-Pazifik-Raum hat ein zweiter Verbündeter das Black-Widow-System nach einer Ausschreibung im Dezember 2025 bestellt, mit geplanter Lieferung noch in diesem Jahr.
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Margen als offene Baustelle
Die Kehrseite des Wachstums bleibt die schwache Profitabilität. Die Bruttomarge lag im Gesamtjahr 2025 bei lediglich 3,1 Prozent. Die Betriebsausgaben stiegen auf 67,8 Millionen Dollar, getrieben durch einen Personalaufbau von 85 Prozent und mehr als verdoppelte F&E-Ausgaben von 17,9 Millionen Dollar.
Needham und Ladenburg Thalmann haben ihre Kursziele nach den Zahlen jeweils auf 20 Dollar angehoben und bekräftigen damit ihre positive Einschätzung. Beide Analysten verweisen auf das Skalierungspotenzial des Unternehmens.
Liquidität als Puffer
Einen wichtigen Stabilitätsfaktor liefert die Bilanz: Red Cat schloss das Jahr mit 167,9 Millionen Dollar an liquiden Mitteln ab — gegenüber 9,2 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Das gibt dem Unternehmen Spielraum, den ambitionierten Expansionskurs fortzusetzen, ohne kurzfristig auf externe Finanzierung angewiesen zu sein. Der nächste entscheidende Schritt bleibt die offizielle Umsatzprognose für 2026 — die erst nach Vertragsabschlüssen folgen soll.
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