Tudor Investment Corp hat seine Position bei Red Cat Holdings um 214% erhöht — auf nun 1,28 Millionen Aktien. Das ist kein Zufallskauf. Der bekannte Hedgefonds setzt damit ein klares Signal, obwohl das Unternehmen weiterhin rote Zahlen schreibt.

Was hinter dem Einstieg steckt

Der Schritt von Tudor fällt in eine Phase, in der die Aktie deutlich unter ihren Jahreshöchstständen notiert. Für institutionelle Käufer bietet das offenbar Einstiegspotenzial. Trotz negativer operativer Margen hält Red Cat mit 167,9 Millionen Dollar eine komfortable Kassenposition — was das Risiko einer kurzfristigen Verwässerung begrenzt.

Das nächste konkrete Datum im Kalender ist der 13. Mai 2026: Dann legt Red Cat seinen Quartalsbericht vor. Analysten erwarten einen Verlust von 0,13 Dollar je Aktie — eine Verbesserung gegenüber dem Vorquartal — sowie einen Umsatz von 18,88 Millionen Dollar. Zum Vergleich: Im Vorjahreszeitraum lagen die Erlöse noch bei 2,78 Millionen Dollar. Das Wachstum ist beachtlich, die Verluste bleiben aber vorerst Teil des Bildes.

Eurosatory als nächste Bühne

Parallel zum Ergebniskalender baut Red Cat sein Partnernetzwerk aus. Mit Arastelle Drone Solutions hat sich ein weiteres Unternehmen der sogenannten Futures Initiative angeschlossen — einem Konsortium, das autonome Systeme für militärische Anwendungen beschleunigen soll. Arastelle entwickelt modulare, kabelgebundene Drohnensysteme, die künftig mit Red Cats Black Widow-Plattform integriert werden.

Beide Unternehmen werden im Juni gemeinsam auf der Eurosatory 2026 in Paris auftreten — einer der weltgrößten Rüstungsmessen. Angesichts des jüngsten NATO-Vertragsgewinns ist das Publikum dort für Red Cat besonders relevant.

Auf der Analysten-Seite überwiegen die positiven Stimmen: Ladenburg Thalmann und Needham & Company vergaben zuletzt beide ein „Buy“-Rating mit Kurszielen von je 20 Dollar, Northland Securities sieht sogar 22 Dollar als fairen Wert. Das Konsens-Kursziel liegt bei 20,67 Dollar — gemessen am aktuellen Kurs von 12,37 Dollar ist das eine erhebliche Differenz, die der Markt bislang nicht einpreist.