Red Cat Aktie: Rekordumsatz reicht nicht

Der Drohnenhersteller Red Cat meldet ein historisches Umsatzwachstum, doch die Zurückhaltung bei der Jahresprognose belastet die Aktie. Der Fokus liegt auf einem erwarteten Großauftrag des US-Militärs.

Red Cat Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatz steigt um fast 2.000 Prozent
  • Fehlende Jahresprognose enttäuscht Investoren
  • Warten auf finalen US-Militärvertrag
  • Hoher Cashburn und niedrige Margen

Red Cat lieferte im abgelaufenen Quartal ein beispielloses Umsatzwachstum ab. Anstatt die Rekordzahlen zu feiern, schickten Investoren das Papier des Drohnenherstellers am Freitag jedoch deutlich in den Keller. Verantwortlich für die schlechte Stimmung ist das Management, das die offizielle Jahresprognose vorerst zurückhält und auf einen entscheidenden Großauftrag der US-Armee verweist.

Auf den ersten Blick lesen sich die Zahlen beeindruckend: Im vierten Quartal 2025 sprang der Erlös im Jahresvergleich um fast 1.985 Prozent auf 26,2 Millionen US-Dollar. Allerdings verfehlte der Nettoverlust von 0,17 US-Dollar pro Aktie die Analystenschätzungen knapp. Die eigentliche Enttäuschung für den Markt war die Entscheidung der Führungsetage, noch keinen Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 zu geben. Infolgedessen rutschte der Kurs am Freitag um 8,91 Prozent auf 11,25 Euro ab.

Warten auf den Black-Widow-Vertrag

Die Verzögerung beim Ausblick hat einen konkreten Grund: Red Cat wartet auf die finale Unterzeichnung eines Produktionsvertrags für die Black-Widow-Drohne im Rahmen des SRR-Programms der US-Armee. Um für diesen und weitere internationale Aufträge gerüstet zu sein, hat das Unternehmen seine Produktionskapazitäten massiv um 520 Prozent ausgebaut. Das Werk in Salt Lake City kann nun 50 Drohnen pro Tag fertigen. Finanziell ist diese Expansion durch eine gut gefüllte Kasse mit 167,9 Millionen US-Dollar an liquiden Mitteln abgesichert.

Hoher Cashburn ruft Skeptiker auf den Plan

Trotz des starken Umsatzwachstums bleibt die Profitabilität eine Baustelle. Eine Bruttomarge von lediglich rund vier Prozent und ein operativer Cashburn von 89,1 Millionen US-Dollar im Gesamtjahr zeigen, wie teuer der aktuelle Skalierungsprozess ist. Diese fundamentale Schwäche zieht auch Leerverkäufer an. Zuletzt waren 21 Prozent der frei handelbaren Aktien leerverkauft, was den Konflikt zwischen wachstumsorientierten Anlegern und Kritikern der aktuellen Margen unterstreicht.

Der nächste konkrete Meilenstein für Red Cat ist die offizielle Bekanntgabe der Umsatzprognose für 2026, sobald die Verträge für die Black-Widow-Produktion unterzeichnet sind. Intern rechnet das Management bereits mit Erlösen in der oberen Hälfte der von der Wall Street erwarteten Spanne von 100 bis 170 Millionen US-Dollar.

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