Umsatz fast verzwanzigfacht, ein Hedgefonds kauft massiv nach — und die Aktie fällt trotzdem. Bei Red Cat Holdings klaffen Wachstumsstory und Börsenwirklichkeit derzeit weit auseinander.
Hedgefonds verdreifacht Position
Tudor Investment Corp hat seine Beteiligung an Red Cat im dritten Quartal um 214% aufgestockt und hält nun 1,28 Millionen Aktien. Die 13F-Meldung wurde im April 2026 eingereicht — mitten in einer Phase, in der die Aktie von ihren Hochs bei 18,78 Dollar zurückgefallen ist. Dass ein prominenter Hedgefonds bei fallenden Kursen zukauft, signalisiert Überzeugung. Den Kurs stabilisiert hat es bislang nicht.
Am Dienstag verlor die Aktie weitere 2% und notierte zuletzt bei 12,64 Dollar. Auffällig: Das Handelsvolumen lag mit rund 8,3 Millionen Aktien knapp zur Hälfte unter dem Tagesdurchschnitt. Der Rückgang war also weniger aggressiver Verkaufsdruck als schlicht das Ausbleiben von Käufern.
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Rekordumsatz, wachsende Verluste
Die Quartalszahlen vom 18. März liefern das Grundproblem. Red Cat erzielte im vierten Quartal 26,2 Millionen Dollar Umsatz — ein Plus von 1.985% gegenüber dem Vorjahresquartal und 172% gegenüber dem Vorquartal. Für das Gesamtjahr 2025 steht ein Umsatz von 40,7 Millionen Dollar, ein Anstieg von 161%.
Die Verlustseite trübt das Bild erheblich. Der Jahresverlust belief sich auf 72,1 Millionen Dollar, rund 10% mehr als 2024. Beim Ergebnis je Aktie verfehlte Red Cat mit minus 0,17 Dollar die Konsensschätzung von minus 0,14 Dollar. Beim Umsatz dagegen übertraf das Unternehmen die Erwartungen von 24,5 Millionen Dollar deutlich.
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Analysten uneins über den Weg
Das Meinungsbild unter Analysten ist gespalten. Ladenburg Thalmann und Needham & Company erhöhten ihre Kursziele jeweils auf 20 Dollar und vergaben ein „Buy“-Rating. Northland Securities hatte im Januar sogar 22 Dollar als Ziel ausgegeben. Weiss Ratings hingegen bleibt bei einem „Sell“-Rating. Das durchschnittliche Kursziel liegt laut MarketBeat bei 20,67 Dollar — also rund 64% über dem aktuellen Kurs.
Produktionskapazität wächst, Rentabilität noch nicht
Red Cat hat seine Produktionsfläche von 36.000 auf 254.000 Quadratfuß ausgebaut. Das schafft Kapazität für Großaufträge, belastet aber die Fixkosten erheblich. Solange keine entsprechenden Volumina folgen, drückt dieser Hebel auf die Bruttomarge.
Genau das ist der Kern der Investitionsthese: Das Unternehmen baut Infrastruktur für eine Nachfrage, die noch nicht vollständig materialisiert ist. Mit dem nächsten Quartalsbericht wird sich zeigen, ob die Auftragslage mit dem Kapazitätsaufbau Schritt hält — und ob Tudor Investment mit seinem Nachkauf richtig lag.
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