Red Cat Holdings liefert Rekordquartale — und trotzdem gibt die Aktie nach. Das Muster wiederholt sich: Starke Umsatzzahlen, aber anhaltende Verluste, die Anleger zunehmend ungeduldig machen.
Rekordwachstum mit Haken
Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2025 steigerte Red Cat seinen Umsatz gegenüber dem Vorquartal um 172 Prozent auf 26,2 Millionen Dollar. Für das Gesamtjahr stand ein Plus von 161 Prozent zu Buche — von 15,6 auf 40,7 Millionen Dollar. Beim Umsatz übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Analysten damit klar.
Beim Ergebnis je Aktie sah es anders aus. Mit -0,17 Dollar verfehlte Red Cat den Konsensschätzung von -0,14 Dollar. Kein Desaster, aber ein weiteres Quartal ohne Fortschritt in Richtung Profitabilität. Die Aktie reagierte mit einem Kursrückgang, der sich bis heute fortsetzt.
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Kapazitäten im Aufbau
Neben den Umsatzzahlen war die Produktionskapazität das eigentliche Schlagwort im Quartalsbericht. Red Cat meldete einen Anstieg der Fertigungskapazität um 520 Prozent — auf nun 254.000 Quadratfuß Produktionsfläche. Der Kassenbestand zum Jahresende lag bei 167,9 Millionen Dollar, was dem Unternehmen Spielraum für die weitere Expansion gibt.
Konkret untermauert wird das Wachstum durch einen 35-Millionen-Dollar-Vertrag mit der US Army für das SRR-Black-Widow-System. Das Beschaffungsziel der Armee liegt bei 5.880 Systemen über fünf Jahre. Zusätzlich hat ein asiatisch-pazifischer Verbündeter — bereits der zweite aus der Region — Black-Widow-Systeme für militärische Zwecke bestellt, mit geplanter Lieferung im laufenden Kalenderjahr.
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Ökosystem wächst, Rentabilität bleibt aus
Red Cat baut sein Partnernetzwerk zügig aus. Allen Control Systems integriert sein autonomes Gegendrohnen-System Bullfrog in Red Cats Plattform. Mit AeroVironment und Redwire wurden bestehende Partnerschaften erweitert beziehungsweise neue geschlossen, um die Black-Widow- und FANG-Systeme in breitere Missionsarchitekturen einzubinden. SpiderOak führt zudem eine umfassende Cybersicherheitsbewertung der Black-Widow-Plattform durch — ein notwendiger Schritt für die Aufnahme in die offizielle Blue-UAS-Cleared-List des US-Verteidigungsministeriums.
Die Aktie notiert rund 52 Prozent oberhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts — eine Bewertung, die keinen Spielraum für Enttäuschungen lässt. Solange Red Cat keinen konkreten Fahrplan zur Profitabilität vorlegt, dürfte jeder Quartalsbericht ähnliche Kursschwankungen auslösen wie zuletzt.
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