Red Cat: EPS-Fehlschuss trotz 849%-Sprung

Red Cat verzeichnet ein explosives Umsatzwachstum, bleibt aber hinter den Gewinnerwartungen zurück. Hohe Investitionen belasten das Ergebnis.

Red Cat Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatzsprung auf 15,5 Millionen Dollar
  • Verlust von 0,22 Dollar je Aktie
  • Neue Aufträge für Black Widow Drohnen
  • Aktie verliert über vier Prozent

Ein Umsatzsprung von fast 850 Prozent reicht an der Börse nicht immer aus. Bei Red Cat klaffen rasantes Wachstum und fehlende Profitabilität im ersten Quartal 2026 weit auseinander. Der Drohnenhersteller skaliert sein Geschäft massiv, verfehlt aber die Gewinnerwartungen deutlich.

Die Erlöse schossen auf 15,5 Millionen US-Dollar in die Höhe. Das operative Geschäft wächst rasant. Unter dem Strich verbuchte das Unternehmen einen Verlust von 0,22 Dollar je Aktie. Analysten hatten im Vorfeld mit einem geringeren Fehlbetrag gerechnet.

Hohe operative Ausgaben belasten das Ergebnis. Red Cat investierte allein acht Millionen Dollar in Forschung und Entwicklung. Das Management verteidigt diese Ausgaben als essenziell, um die technologische Führerschaft bei Verteidigungsdrohnen zu sichern.

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Neue Aufträge und Zukäufe

Parallel dazu füllt sich das Auftragsbuch. Ein NATO-Verbündeter sowie ein Staat aus dem asiatisch-pazifischen Raum orderten kürzlich die „Black Widow“-Drohnen des Unternehmens. Hinzu kommt eine strategische Partnerschaft mit dem ukrainischen Staatsunternehmen Spetstechnoexport. Gemeinsam wollen die Partner unbemannte Überwasserschiffe entwickeln.

Um die eigene Technologiebasis zu verbreitern, setzt Red Cat auf Zukäufe. Die Übernahme von Apium Swarm Robotics bringt neue Software für das Schwarmverhalten von Drohnen ins Haus. Im Mai 2026 soll voraussichtlich der Kauf von Quaze Technologies abgeschlossen werden. Red Cat zahlt für den Spezialisten für kabellose Stromübertragung rund 25 Millionen Dollar in eigenen Aktien.

Die Bilanz zeigt die Spuren der Expansion. Die Vorräte verdoppelten sich auf über 62 Millionen Dollar. Der Kassenbestand sank auf knapp 132 Millionen Dollar, bietet aber weiterhin ein solides Polster für das laufende Jahr.

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Hohe Ziele, schwacher Kurs

Für die nahe Zukunft plant CEO Jeff Thompson mit Jahresumsätzen zwischen 150 und 180 Millionen Dollar. Die Bruttomarge soll sich mittelfristig der Marke von 30 Prozent nähern. Der Rückenwind aus der Politik ist stark, da das US-Verteidigungsministerium ein massives Budget für autonome Kriegsführung plant.

An der Börse überwiegt aktuell die Skepsis. Die Aktie verlor am Freitag über vier Prozent und notiert bei 8,48 Euro. Auf Wochensicht summiert sich das Minus auf knapp 15 Prozent. Die hohe Volatilität spiegelt die Unsicherheit der Investoren wider.

Analysten zeigen sich weitaus optimistischer als der Markt. Im Schnitt rufen sie ein Kursziel von 21,75 Dollar auf und verweisen auf die starke Positionierung gegenüber chinesischen Konkurrenten. Das Management muss nun beweisen, dass der massive Umsatzschub zeitnah in nachhaltige Gewinne mündet.

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Über Dieter Jaworski 3864 Artikel

Über mich: Systematisch und fundiert investieren

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Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

Seit 2007 bin ich als unabhängiger Finanzdienstleister aktiv. Meine Analysen teile ich auch unter den Pseudonymen „Javo“ und "value-javo" auf Finanzplattformen.

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