Red Cat Holdings liefert beeindruckende Wachstumszahlen. Allerdings herrscht an der Börse Skepsis. Während der Umsatz im ersten Quartal regelrecht explodierte, verfehlte das Ergebnis die Erwartungen deutlich. Ein prominenter Aktienverkauf sorgt obendrein für Unruhe.

Umsatzsprung trifft auf Ergebnisenttäuschung

Der Drohnenspezialist steigerte seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um gewaltige 849 Prozent auf 15,47 Millionen US-Dollar. Trotz dieses Sprungs blieb unter dem Strich ein Verlust von 0,22 US-Dollar je Aktie.

Damit verfehlte das Unternehmen die Erwartungen. Analysten hatten im Vorfeld mit einem deutlich geringeren Minus von 0,12 US-Dollar gerechnet.

Operativ drückt das Management weiter aufs Tempo. Die Einheit Blue Ops fährt die Produktion des unbemannten Oberflächenfahrzeugs Variant 7 hoch. Parallel dazu präsentierte Red Cat auf der Fachmesse Eurosatory die neue Hellcat-Drohne. Diese basiert auf der Black-Widow-Plattform und soll die Position im Verteidigungssektor festigen.

Insider-Verkauf und Analysten-Votum

Für Gesprächsstoff sorgte zuletzt Direktor Paul Funk II. Er veräußerte Mitte Juni sein gesamtes direkt gehaltenes Aktienpaket von über 165.000 Anteilen. Der Verkauf erfolgte zu einem Durchschnittspreis von 11,50 US-Dollar je Stück.

Die Mehrheit der Analysten bleibt ungeachtet dessen optimistisch. Von sieben Experten raten sechs zum Kauf der Aktie. Das durchschnittliche Kursziel der Brokerhäuser liegt bei 21,40 US-Dollar.

Um die Marktposition zu stärken, setzt Red Cat auf Zukäufe wie Apium Swarm Robotics und die geplante Übernahme von Quaze Technologies. Der Fokus liegt dabei auf autonomen Schwarm-Technologien und kabellosen Energielösungen.

Charttechnisch befindet sich das Papier in einer Konsolidierungsphase. Mit 9,57 Euro notiert die Aktie aktuell nur hauchdünn über ihrem langfristigen Durchschnitt von 9,54 Euro. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von rund 22 Prozent zu Buche.