Im schwachen Gesamtmarkt legt die Aktie von Redcare Pharmacy am Mittwoch etwa ein Prozent zu. Auslöser ist eine Studie von Berenberg, die dem SDAX-Titel wieder Notierungen oberhalb der Marke von 100 Euro zutraut.

Berenberg hebt Kursziel auf 102 Euro

Die Privatbank schraubt ihr Kursziel von 94 auf 102 Euro nach oben und bestätigt die Einstufung „Buy“. Analyst Gerhard Orgonas führt die wachsende Zuversicht vor allem auf positive Einkaufserlebnisse der Kunden bei verschreibungspflichtigen Medikamenten zurück. Diese dürften zu häufigeren Rezepteinlösungen und höheren Warenkorbwerten geführt haben.

Das Geschäft mit Rezeptarzneien rückt damit weiter ins Zentrum der Investmentstory. Es ist der Bereich, der die Online-Apotheke zuletzt am stärksten antreibt.

Prognose zweimal angehoben

Berenberg reagiert mit der Anpassung auf die erneut erhöhte Umsatzprognose. Das Management rechnet für das laufende Jahr nun mit einem Plus von 16 bis 18 Prozent. Ursprünglich lag die Spanne bei 13 bis 15 Prozent.

Die Ende September konkretisierte Guidance stützt sich auf ein besser als erwartet laufendes Rx-Geschäft. Dieses soll zwischen 730 und 760 Millionen Euro zu den Konzernerlösen beitragen.

Charttechnik bleibt zäh

Der Kurs hinkt der fundamentalen Dynamik allerdings hinterher. Ein Ausflug über den Widerstandsbereich bei rund 70 Euro war nur von kurzer Dauer. Inzwischen notiert der Titel wieder deutlich unter dieser psychologisch wichtigen Marke.

Zwischen aktuellem Kurs und dem neuen Berenberg-Ziel liegt damit eine erhebliche Lücke. Ein nachhaltiger Sprung über die 70 Euro wäre der erste Schritt, um sie zu verkleinern. Der nächste Impuls könnte mit dem Zwischenbericht am 29. Oktober kommen.