Umsatz auf Rekordkurs, Gewinn unter den Erwartungen— Redcare Pharmacy liefert zum Jahresauftakt ein zweigeteiltes Bild. Das Rezeptgeschäft boomt, drückt aber gleichzeitig auf die Marge.
Starkes Umsatzwachstum, schwächere Profitabilität
Im ersten Quartal 2026 erzielte Redcare einen Konzernumsatz von 849,5 Millionen Euro— ein Plus von 18,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit traf das Unternehmen die Analystenerwartungen nahezu punktgenau.
Beim Ergebnis klaffte jedoch eine Lücke. Das bereinigte EBITDA stieg zwar um 58 Prozent auf 14,4 Millionen Euro, blieb damit aber rund zwölf Prozent hinter dem Konsens von 16,4 Millionen Euro zurück. Die bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich auf 1,7 Prozent— Analysten hatten 2,0 Prozent erwartet.
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Rx-Boom als Wachstumstreiber und Margenbremse zugleich
Das Rezeptgeschäft in Deutschland wuchs um 55 Prozent auf 168 Millionen Euro. Treiber sind die zunehmende Verbreitung des E-Rezepts und eine verbesserte Nutzererfahrung— der Net Promoter Score für das E-Rezept kletterte auf 76.
Rx-Umsätze machen inzwischen 37 Prozent des Konzernumsatzes aus, nach 33 Prozent ein Jahr zuvor. Genau dieser Shift belastet die Bruttomarge: Sie fiel von 23,3 Prozent auf 21 Prozent. Neben dem höheren Rx-Anteil drückte auch das im September 2025 eingeführte Rx-Bonus-Modell auf die Marge. Effizienzgewinne im Marketing federten einen Teil davon ab— die bereinigten Vertriebs- und Distributionskosten sanken von 19,4 auf 16,8 Prozent des Umsatzes.
Das nicht-verschreibungspflichtige Geschäft in Deutschland erholt sich indes spürbar. Das Wachstum beschleunigte sich von fünf Prozent im Schlussquartal 2025 auf neun Prozent— und Aprilzahlen deuten auf rund elf Prozent hin.
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Ausblick bestätigt, Jahresprognose unverändert
Redcare beendete das Quartal mit 14,2 Millionen aktiven Kunden— 1,1 Millionen mehr als vor zwölf Monaten. Im Zuge des Quartals löste das Unternehmen Wandelanleihen im Wert von 64,5 Millionen Euro vorzeitig ab. Die verbleibenden liquiden Mittel lagen zum 31. März bei 135 Millionen Euro.
Das Management bestätigte die Jahresprognose: Für 2026 peilt Redcare ein Umsatzwachstum zwischen 13 und 15 Prozent an, ein deutsches Rx-Volumen von über 670 Millionen Euro sowie eine bereinigte EBITDA-Marge von mindestens 2,5 Prozent. Ob der Margenrückstand aus dem ersten Quartal bis Jahresende aufgeholt wird, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell sich das margenstarke OTC-Geschäft weiter erholt.
Die Aktie notiert aktuell bei rund 49 Euro— nach einem Jahrestief von 31 Euro Ende März eine deutliche Erholung, aber noch weit vom Niveau vor zwölf Monaten entfernt.
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