Lange Zeit lastete massiver Druck auf der Online-Apotheke, was ein Kursverlust von rund 40 Prozent seit Jahresbeginn verdeutlicht. Nun liefert das erste Quartal 2026 ein starkes Gegenargument zur vorherrschenden Skepsis am Markt. Das lang ersehnte deutsche E-Rezept entfaltet offensichtlich seine Wirkung und beschert dem Unternehmen ein unerwartet hohes Umsatzwachstum.
E-Rezept als Wachstumstreiber
Hauptverantwortlich für die positive Überraschung ist das Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten (Rx) in Deutschland. Hier kletterten die Erlöse im Jahresvergleich um 55 Prozent auf 168 Millionen Euro. Damit ließ Redcare die Analystenschätzungen von 162 Millionen Euro hinter sich. Begleitet wurde dieses Wachstum von einer steigenden Kundenzufriedenheit in diesem spezifischen Segment. Insgesamt wuchs der Konzernumsatz um 18,3 Prozent auf 848 Millionen Euro.
Die Marktreaktion fiel Mitte der Woche mit einem zweistelligen Kurssprung aus, bevor sich das Papier zum Wochenende bei 40,08 Euro einpendelte. Experten werten die operative Entwicklung positiv. Die Investmentbank Jefferies bestätigte umgehend ihre Kaufempfehlung und belässt das Kursziel bei 150 Euro. Neben dem boomenden Rezeptgeschäft zeigte sich auch der Bereich der rezeptfreien Medikamente mit einem Plus von 10,2 Prozent auf 533 Millionen Euro äußerst robust. Zudem baute der Konzern seine aktive Kundenbasis um 1,1 Millionen auf mittlerweile 14,2 Millionen Nutzer aus.
Stabile Entwicklung in allen Regionen
Neben dem deutschen Markt verzeichnete das Unternehmen auch in den weiteren Kernmärkten zweistellige Zuwächse im ersten Quartal:
- DACH-Region: Gesamtumsatz von 692 Millionen Euro (+18,9 Prozent)
- Internationales Segment: Erlöse von 156 Millionen Euro (+15,6 Prozent)
- Schweiz: Rezeptgeschäft wächst auf 147 Millionen Euro (+17,7 Prozent)
Das Management sieht sich durch den starken Jahresauftakt in seiner Strategie bestätigt und hält an der Prognose für das Gesamtjahr 2026 fest. Redcare peilt weiterhin ein Umsatzwachstum zwischen 13 und 15 Prozent sowie eine bereinigte EBITDA-Marge von mindestens 2,5 Prozent an. Da das deutsche Rezeptgeschäft aktuell mit 55 Prozent deutlich über der anvisierten Jahresrate von 33 Prozent wächst, besitzt das Unternehmen für die kommenden Monate einen soliden operativen Puffer.
Redcare Pharmacy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Redcare Pharmacy-Analyse vom 11. April liefert die Antwort:
Die neusten Redcare Pharmacy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Redcare Pharmacy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Redcare Pharmacy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


