Für Redcare Pharmacy wurden am Dienstag Medienberichten zufolge Leerverkaufspositionen von D. E. Shaw & Co. und Wellington Management International gemeldet: Sie beliefen sich auf 2,09% beziehungsweise 1,05% des Kapitals. Hinzu kam eine neue Meldung von PDT Partners über eine Position von 0,49%.

Jefferies verweist auf Bewertungsabschlag

Jefferies bestätigte am Dienstag die Kaufempfehlung für Redcare Pharmacy und das Kursziel von EUR 97. Analyst Martin Comtesse verwies auf starke Kennzahlen zur Kundenaktivität im Oktober. Nach den starken Zwischenberichten hielt er den Bewertungsabschlag gegenüber DocMorris für übermäßig groß.

Die kurzfristigen Umsatzsignale hatten dagegen nach Veröffentlichung der Quartalszahlen die Stimmung belastet. Medienberichten zufolge beschäftigten Anleger der schwächere Ausblick und der Wettbewerbsdruck; die Aktie hatte nach den Ergebnissen nachgegeben.

Profitabilität steigt, Oktober bleibt schwächer

Bei den vor gut einer Woche veröffentlichten Quartalszahlen meldete Redcare Pharmacy für das dritte Quartal 2026 einen Umsatz von EUR 847 Millionen. Das entsprach einem Wachstum von 18% gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Das bereinigte EBITDA stieg nach Unternehmensangaben um 68% auf EUR 29 Millionen. Die entsprechende Marge verbesserte sich auf 3,4%.

Redcare bestätigte zugleich für das Gesamtjahr 2026 ein erwartetes Umsatzwachstum von 16%–18%. Bei der bereinigten EBITDA-Marge blieb die Prognose bei 2,5%–3,0%.

Für das Geschäft mit nicht verschreibungspflichtigen Produkten hatte Redcare bei der Zahlenvorlage vor gut einer Woche allerdings auf einen schwächeren Oktober hingewiesen. Nach einem Bericht des Fachmediums Apotheke Adhoc warnte das Unternehmen, das Wachstum könnte wegen der verspäteten Erkältungssaison nur einstellig ausfallen. Damit stand der verbesserten Profitabilität ein vorsichtigeres kurzfristiges Umsatzsignal gegenüber.