Hedgefonds haben ihre Wetten gegen Redcare Pharmacy um mehr als zehn Prozent gegenüber dem Vormonat reduziert. Angesichts eines Kursverlusts von rund 74 Prozent innerhalb eines Jahres ist das einer der wenigen konstruktiven Signale für die gebeutelte Aktie — mehr aber auch nicht.
Wettbewerb trifft das lukrativste Segment
Das eigentliche Problem liegt woanders: Im rezeptfreien Segment, das traditionell die höchsten Margen erzielt, wächst der Konkurrenzdruck rasant. Drogerieriese dm startete im Dezember 2025 mit „dm-med“ ins Online-Apothekengeschäft. Wenige Wochen später kündigte Rossmann einen eigenen digitalen Apothekendienst an — mit Sitz in den Niederlanden, also direkt im Heimatmarkt von Redcare.
Beide Angreifer konzentrieren sich auf rezeptfreie Medikamente. Das verschreibungspflichtige Segment bleibt regulatorisch geschützt und wächst für Redcare in Deutschland deutlich schneller als der Gesamtmarkt. Die E-Rezept-Regulatorik wurde im Januar 2026 weiter geklärt: Die bestehende CardLink-Lizenz läuft bis Ende Januar 2027, was einen geordneten Übergang auf das neue System ermöglicht.
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Investitionen auf Hochtouren, Margen unter Druck
Der Jahresumsatz 2025 stieg um 24 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro — solides Wachstum, das den Markt jedoch nicht beeindruckte. Im vierten Quartal verfehlte das OTC-Segment mit 794 Millionen Euro die Erwartungen um etwa drei Prozent, ausgerechnet in einem saisonal starken Quartal.
Schwerer wiegt die Prognosesenkung: Das mittelfristige Margenziel wurde von über acht Prozent auf mehr als fünf Prozent gekappt. Für 2026 peilt das Unternehmen ein Umsatzwachstum von 13 bis 15 Prozent sowie eine Marge von mindestens 2,5 Prozent an — beides blieb hinter den Markterwartungen zurück. Analysten werten die Korrektur als Eingeständnis, dass die Expansion im E-Rezept-Bereich deutlich mehr Kapital bindet als ursprünglich kalkuliert.
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Redcare investiert entsprechend: Rund 119 Millionen Euro flossen zuletzt in Logistik und Automatisierung. Im Dezember 2025 nahm ein neues Fulfillment-Center im tschechischen Pilsen den Betrieb auf, das die jährliche Versandkapazität für rezeptfreie Produkte um bis zu 15 Millionen Pakete erhöhen soll. 2025 und 2026 gelten intern als Investitionshöhepunkt — eine Normalisierung der Ausgaben ist erst danach geplant.
Q1-Zahlen als nächster Gradmesser
Am 6. Mai 2026 legt Redcare die Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vor. Dann wird sich zeigen, ob die Logistikinvestitionen erste Effizienzgewinne liefern und ob das Wachstum im E-Rezept-Segment die Margenerosion im OTC-Bereich zumindest teilweise kompensieren kann. Der Rückzug der Leerverkäufer dürfte bis dahin ein vorläufiges Signal bleiben.
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