Redcare Pharmacy Aktie: Nicht stabil?

Redcare Pharmacy meldet Rekordumsatz, aber auch Nettoverlust und senkt mittelfristige Margenziele. Die enttäuschende Prognose für 2026 führt zu einem deutlichen Aktienkursverfall.

Redcare Pharmacy Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatz steigt 2025 um 24 Prozent
  • Nettoverlust von 39,4 Millionen Euro
  • Senkung des mittelfristigen Margenziels
  • Hohe Investitionen belasten die Bilanz

Rekordwachstum auf der einen Seite, ein Nettoverlust und eine enttäuschende Prognose auf der anderen. Redcare Pharmacy hat seine Jahreszahlen für 2025 vorgelegt — und die Reaktion der Anleger fiel verheerend aus. Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 40 Prozent verloren und notiert aktuell auf einem neuen 52-Wochen-Tief.

Starkes Wachstum, schwache Marge

Der Umsatz kletterte 2025 um 24 Prozent auf 2,94 Milliarden Euro. Treiber war das deutsche E-Rezept-Geschäft, dessen Erlöse sich mit einem Plus von 98 Prozent auf 503 Millionen Euro nahezu verdoppelten. Auch die Kundenbasis wuchs deutlich: 1,4 Millionen neue aktive Nutzer kamen hinzu, die Gesamtzahl stieg auf 13,9 Millionen.

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Trotzdem schrieb das Unternehmen unterm Strich rote Zahlen. Der Nettoverlust belief sich auf 39,4 Millionen Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich zwar von 1,4 auf 2,0 Prozent, bleibt aber auf einem Niveau, das Fragen zur Profitabilität des Geschäftsmodells aufwirft. Besonders das margenstarke OTC- und Beauty-Segment enttäuschte im vierten Quartal: Die Erlöse lagen rund neun Prozent unter den Analystenerwartungen.

Prognose löst Kursrutsch aus

Den eigentlichen Auslöser für den Kurseinbruch lieferte die Guidance für 2026. Redcare erwartet ein Umsatzwachstum von 13 bis 15 Prozent und eine bereinigte EBITDA-Marge von mindestens 2,5 Prozent — beides blieb hinter den Markterwartungen zurück. Noch schwerer wog die Senkung des mittelfristigen Margenziels auf lediglich fünf Prozent, ein deutlicher Rückzug von früheren, ambitionierteren Ankündigungen.

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Zusätzlich belasten hohe Investitionen die Bilanz. 2025 und 2026 hat das Management selbst als Spitzenjahre bei den Kapitalausgaben bezeichnet: Allein 2025 flossen rund 119 Millionen Euro in Logistik und Automatisierung. Erst nach 2026 sollen die Investitionen auf unter zwei Prozent des Umsatzes sinken.

Was am 6. Mai zählt

Das Muster ist klar: Anleger honorieren das Umsatzwachstum allein nicht mehr. Solange hohe Investitionskosten und ein intensiver Wettbewerb die Margen drücken, bleibt der Druck auf die Aktie bestehen. Am 6. Mai 2026 veröffentlicht Redcare die Zahlen für das erste Quartal — das wird der erste konkrete Hinweis sein, ob die Margenentwicklung mit den eigenen Zielvorgaben Schritt hält.

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